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Julie Tyrrell im Interview zum Naturkosmetik-Label NaTrue

Julie Tyrrell Im Interview zum Naturkosmetik-Label NaTrue

Bei Lebensmitteln ist es ganz einfach: Ein Bio-Siegel garantiert, dass die Produkte mindestens dem gesetzlichen Standard entsprechen. Bei Naturkosmetik ist es komplizierter. Hier existieren Siegel mit unterschiedlichen Standards. Das liegt auch daran, dass Kosmetika kompliziert aufgebaute Produkte sind, deren Zutaten oft wiederum komplexe Herstellungsverfahren durchlaufen.

Im Herbst 2008 ging das internationale Naturkosmetik-Label NaTrue an den Start. Durch ein dreistufiges Qualitätssiegel-System will es Verbrauchern und Händlern eine verbindliche und vertrauenswürdige Orientierungshilfe geben. Das PresseForum BioBranche sprach mit Julie Tyrrell, Generalsekretärin von NaTrue, über den bisherigen Erfolg des Labels, über die Unterschiede zwischen Produkten, die einen, zwei oder drei Na-True-Sterne im Siegel tragen, und natürlich darüber, was echte Naturkosmetik ausmacht.


Experteninterview mit Julie Tyrrell, Generalsekretärin des internationalen Naturkosmetikverbands NaTrue


Julie Tyrrell, Generalsekretärin vom Naturkosmetik-Siegel NaTrue
Seit einem Jahr sind Produkte mit dem NaTrue Label erhältlich. Wie schätzen Sie den Erfolg des Labels bisher ein?

Wir haben mittlerweile über 280 Produkte zertifiziert und das ist sehr beachtlich, wenn man bedenkt, wie jung das Label ist. Das Interesse am Label zeigt: Die Hersteller wissen, dass Naturkosmetik einen hohen internationalen Standard braucht.


Was war die wichtigste Entwicklung für NaTrue im letzten Jahr?

Naturkosmetik hat jetzt international eine Stimme. Sowohl durch den Verband als auch in Form des Labels. Jetzt steht das Büro von NaTrue in Brüssel und vertritt die Interessen unserer Branche. Firmen aus aller Welt können bei NaTrue Mitglied werden und das ist wichtig, denn Hersteller echter Naturkosmetik sind oft kleine Unternehmen, die national nicht in Naturkosmetikverbänden organisiert sind. Wir weisen aber immer darauf hin: Mitgliedschaft in der Naturkosmetikvertretung verlangt nicht die Zertifizierung unter dem NaTrue-Siegel. Andersherum ist auch die Mitgliedschaft bei NaTrue keine Bedingung zur Zertifizierung.


Gibt es nicht schon etablierte Label? Was bringt das NaTrue-Label Neues?

Weil Naturkosmetik rechtlich nicht definiert ist und die Verbraucher eine klare Orientierung brauchen. Sie müssen wissen, wofür Naturkosmetik steht. Das können sie nicht, wenn in jedem Land ein anderes Label eine andere Definition vorgibt. Wir brauchen ein internationales Label, das Naturkosmetik weltweit auf gleich hohem Niveau standardisiert. Und dieses Label brauchen wir jetzt. Naturkosmetik gewinnt immer mehr Marktanteile und damit drängen zunehmend konventionelle Hersteller in das Segment. Wir finden: Jeder darf Naturkosmetik anbieten, aber es muss echte Naturkosmetik sein. Ein hoher Standard ist dabei vor allem auch für neue Hersteller wertvoll, weil er ihnen eine verlässliche Anleitung zur Herstellung von Produkten gibt, denen Verbraucher vertrauen können.


Das ist aber auch das Ziel des COSMOS-Standards?

Die Harmonisierung der bereits bestehenden europäischen Siegel auf ein hohes Niveau wäre ein wichtiger und logischer Schritt zu einem einheitlichen Standard gewesen. Leider blieben die Verhandlungen Jahre lang ohne Ergebnis. Der jetzt vorliegende COSMOS-Entwurf z.B. bestätigt, was die Pioniere der Naturkosmetik befürchteten: es ist der kleinste gemeinsame Nenner und ein Standard mit zu vielen Kompromissen. Wir können aber im Sinne des Verbrauchers nicht zusehen, wenn der Begriff der Naturkosmetik und damit auch die Qualität der Produkte verwässert werden.


Das heißt, dass andere Standards vergleichsweise niedriger sind?

Manche Standards lassen Praktiken zu, die Herstellern echter Naturkosmetik fern liegen. Dazu gehört die Handhabung von Blütenwässern (Hydrolate): Bei der Destillation werden Pflanzenteile mit Wasser vermischt. Das gewonnene Blütenwasser besteht deswegen zum Großteil aus hinzugefügtem Wasser. Bei bestimmten Siegeln wird dieses Wasser vollständig als Bio-Anteil mitgerechnet. Damit lässt sich der Bio-Gehalt natürlich künstlich in die Höhe treiben. Bei NaTrue wird Wasser nicht als Natur oder Bio gerechnet.

Auch für naturnahe Stoffe geben manche Standards keine Limits vor. Das sind Stoffe, wie etwa Esteröle, die aus der Natur kommen, aber behandelt wurden. Sie sind erlaubt, wo ihre Rolle durch Naturstoffe nicht übernommen werden kann. Ihr Einsatz muss aber begrenzt bleiben. Wenn es keine Limits gibt, können solche Stoffe die wertvollen Naturstoffe, wie essentielle Öle, fast vollständig verdrängen. Das sollte in den Augen der Verbraucher nicht als Naturkosmetik betrachtet werden – wir können es auf jeden Fall nicht. Solche Praktiken sind leider auch bei COSMOS eingeflossen, daher ist der Standard niedriger.

Schließlich muss ein Label Höchstwerte pro Produktgruppe vorgeben. Es macht keinen Sinn, etwa für Shampoos dieselben Regeln zu haben wie für Körperöle. Ein Shampoo kommt schwer ohne Tenside aus. Dem muss man Rechnung tragen, aber auf andere Produktgruppen lässt sich das nicht übertragen.


Sie haben sich für drei Qualitätsstufen beim NaTrue-Siegel entschieden. Warum kann ein Produkt nun ein, zwei oder drei Sterne haben?

Lassen Sie mich zunächst festhalten: Die wichtigste Stufe ist der erste Stern. Diese Kategorie definiert echte Naturkosmetik auf hohem Niveau. Sie schreibt vor, welche Inhaltsstoffe erlaubt sind und definiert Höchst- und Mindestgehalte pro Produktgruppe. Der zweite und dritte Stern sind sozusagen Sahnehäubchen. Die bekommt ein Produkt, wenn die Naturstoffe mindestens zu 75 % bzw. 95 % aus Bio-Anbau stammen.

Der hohe Standard des ersten Sterns ist gerade auch deswegen wichtig, weil viele Rohstoffe nicht immer in ausreichender Menge in Bio-Qualität zur Verfügung stehen. Das ist oft auch bei neuen Produkten der Fall, die mit innovativen Inhaltsstoffen arbeiten. Hier muss der Markt noch auf die Nachfrage reagieren. Oder der Bio-Anbau, aus dem die Produkte stammen, muss noch zertifiziert werden.

Bei NaTrue und seiner sehr detaillierten Berechnung kann der Anbieter dann nicht einfach noch mehr Blütenwasser beimischen, um sein Produkt als Bio zu preisen. Sie sehen, mit NaTrue weiß der Verbraucher: auch das ein-Sterne Produkt, ist echte Naturkosmetik auf hohem Niveau. NaTrue ist ein durch und durch ehrlicher Standard.


Text: PresseForum BioBranche, das Interview führte Silke Flies
Fotos: ISTOCKPHOTO, PR



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