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Stimmungsbarometer Haut

Stimmungsbarometer Haut

Prof. Uwe Gieler erklärt im Interview, wie die Haut als Spiegel der Seele funktioniert und warum sensible Haut besonders stark reagiert.

Egal ob wir gestresst sind, peinlich berührt oder ob wir Furcht haben: Viele Emotionen lassen sich schnell im Gesicht ablesen. Und dies nicht nur durch die Mimik, sondern auch über die Haut. Ganz gleich, ob man beispielsweise rot vor Scham oder blass vor Schreck wird – unsere Außenhülle verrät oft mehr, als uns lieb ist. NIVEA hat nachgefragt bei Prof. Uwe Gieler, kommissarischer Leiter der Universitäts-Hautklinik Gießen, warum dies so ist, und hat Tipps parat, wie man gegensteuern kann.


Herr Prof. Gieler, Sie befassen sich täglich mit unserer Haut. Welche Aufgaben erfüllt sie?

Die Haut ist zunächst einmal der Schutz des Körpers nach außen. Sie ist unsere Hülle, die vor Verletzung schützt, uns wärmt und abgrenzt. Über die Haut erfühlen wir aber auch die Welt und nehmen Kontakt mit ihr auf. Mittels des Tastsinns können vielfältige Berührungen wahrgenommen werden, selbst kleinste wie die einer Feder beispielsweise. Auf der Haut können sich zudem viele Emotionen zeigen – sie wird so zum Kommunikationsorgan.


Wie kann die Haut kommunizieren?

Die Haut hat ihre eigene Sprache, sie zu verstehen ist nicht ganz einfach. Erstaunlicherweise ist dies jedoch biologisch und meist unbewusst tief in der menschlichen Kommunikation verankert. Allgemein bekannt sind die Gänsehaut als Ausdruck von Ekel oder Angst, Erröten als Ausdruck von Scham, hektische Flecken als Ausdruck von Stress. Bei manchen Menschen kann sogar Juckreiz entstehen, wenn sie etwas ekelerregend finden. Schlimmstenfalls können Hautkrankheiten als Ausdruck psychischer Probleme auftreten.


Wie funktioniert das Zusammenspiel zwischen Emotion und Haut?

Pro Quadratzentimeter Haut empfangen sieben bis fünfzig Rezeptoren Sinneseindrücke wie Kälte, Wärme, Schmerz und Druck. In gewissem Sinne sind diese Sinneszellen die Vorposten des Hirns. Die Kommunikation der Haut mit dem Gehirn und den Nerven des Menschen wird dadurch gewährleistet, dass sowohl die Haut wie auch die Nerven und das Gehirn während der Embryonalentwicklung aus dem gleichen Keimblatt entspringen, dem so genannten Ektoderm. Wegen dieser entwicklungsbiologisch nahen Verwandtschaft von Haut und Hirn ist es sehr plausibel, dass es einen direkten Draht zwischen dem zentralen Nervensystem und der Haut gibt.


Warum zeigen sich unsere Emotionen auch auf der Haut?

Menschen haben sich vor allem durch ihre Kommunikationsfähigkeit und die Möglichkeit des kulturellen Austauschs so erfolgreich entwickelt und etabliert. Die Evolutionsbiologen sind daher der Ansicht, dass die Haut Emotionen widerspiegelt und dem Gegenüber so signalisiert, ob er als Fortpflanzungspartner geeignet sein könnte oder nicht. Neben dem Geruchssinn, der hier ebenfalls elementar mitwirkt, fühlen wir uns deshalb 'berührt' von einer Person oder die Begegnung geht uns 'unter die Haut'. Der Ausdruck 'Du siehst gut aus' bezieht sich zudem im Wesentlichen auf die Wahrnehmung des Hautzustands und der Spannkraft der Haare. Ebenso spiegeln wir mit unserer Talg- und Schweißproduktion auch unsere innere Befindlichkeit wider: Bei schwierigen Angelegenheiten kommt man schnell 'ins Schwitzen'.


Stress hat besonders starke Auswirkungen auf unser Wohlbefinden. Wie zeigt sich Stress auf der Haut?

Stress geht unter die Haut. Vom Gehirn aus werden Emotionen über Nervenfasern bis in die oberen Hautschichten weitervermittelt. Dort findet dann eine Interaktion mit bestimmten Botenstoffen statt, die in der Lage sind, die Hautzellen direkt zu regulieren. In Stresssituationen wird die Haut so zum Beispiel angewiesen, vermehrt Wasser abzugeben, um den durch Stress erhitzten Körper wieder herunterzukühlen. Umgekehrt hat man bei Entspannungsverfahren wie Massagen, Muskelrelaxation oder Yoga zeigen können, dass sich ein positiver Effekt zeigt, d. h. die Versuchspersonen dann weniger Stressreaktionen auf der Haut zeigten. Bei empfindlicher, sensitiver Haut zeigen sich die Auswirkungen von Stress übrigens besonders ausgeprägt und machen den Menschen entsprechend viele Probleme.


Entsteht durch den Stress auf der Haut dann auch wieder Stress für die Seele?

Stress ruft Stressreaktionen hervor, und Stressreaktionen verursachen wieder Stress. Diese einfache Logik ist zwar bestechend, aber noch gar nicht so lange bekannt. Jeder, der dank einer rebellierenden Haut schon einmal gezwungen war, ständig in den Spiegel zu schauen, weiß, dass diese Stressreaktion der Haut wiederum schnell psychologische Auswirkungen auf einen hat. Man fühlt sich dann ‚nicht wohl in seiner Haut‘ und möchte lieber nicht ‚in dieser Haut stecken‘. Dieser emotionale Stress verstärkt wiederum die Stressreaktionen der Haut. Beide Reaktionen verstärken sich also wechselseitig, aber dieses Zusammenspiel kann man glücklicherweise auch wieder durchbrechen.


Sind manche Menschen stärker von den Emotionen auf der Haut betroffen als andere?

Ja, bei Menschen mit sensibler Haut zeigen sich Emotionen besonders schnell auf der Haut, insbesondere bei Stress. Eine Studie zeigte bereits einen Zusammenhang zwischen sensitiver Haut und einer verstärkten Neigung zu Angst und depressiven Verstimmungen. Umgekehrt neigen Menschen mit depressiven Verstimmungen auch eher zu entsprechenden Hautreaktionen.


Was hilft gegen Stresssymptome auf der Haut wie Rötungen, Spannungsgefühle oder Trockenheit?

Vor allem natürlich Stressvermeidung oder Stressreduktion! Aber auch mit entsprechendem Stressmanagement kann man etwas erreichen. Entspannungstechniken wie Yoga, Qigong, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung eignen sich, um gegen den Stress anzugehen. Auch Feldenkrais, Pilates oder Massagen sind empfehlenswert.


Kann man auch mit der richtigen Pflege gegen Rötungen, Spannungsgefühle und Trockenheit vorgehen?

Ja. Hinter empfindlicher Haut steht oft eine beeinträchtigte Hautbarriere, die eigentlich als hauteigener Schutz nach außen dienen soll und die Feuchtigkeit in der Haut zurückhält. Daher ist sensible Haut in vielen (nicht allen) Fällen trocken, neigt zu Spannungsgefühlen und Rötungen. Mit der richtigen Pflege (z. B. NIVEA Sensitive Gesichtspflegeserie) kann man die Hautbarriere jedoch stärken und aktiv gegen die Zeichen empfindlicher Haut angehen.


Über Prof. Uwe Gieler
Prof. Dr. med. Uwe Gieler arbeitet als kommissarischer Leiter der Universitäts-Hautklinik Gießen. Von 1995 bis 2011 war er als Professor für psychosomatische Medizin an der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Gießen tätig. Er leitet die Neurodermitis-Schulungs-Akademie Hessen und eine Weiterbildungsstätte für Psychotherapie. Gieler ist zudem gefragter Redner und Autor zahlreicher Fachbücher und Veröffentlichungen zum Zusammenspiel zwischen Haut und Seele.


Text: Nivea; Foto: balono / Istockphoto


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