Aloe vera – die vielseitige Heilpflanze

Datum: 09. April 2018 • Autor: Cosmoty.de Redaktion

Die verschiedenen therapeutischen Wirkungen der Aloe vera sind der Menschheit schon seit rund 6000 Jahren bekannt. In der Naturkosmetik werden Bestandteile der Pflanze von der arabischen Halbinsel für verschiedenste Produkte zur Pflege der Haut verwendet. Als Abführmittel zur inneren Anwendung hat die Bedeutung der Pflanze hingegen abgenommen.

In diesem Artikel erfahren Sie alles zur Verarbeitung der Aloe Vera Pflanze. Zudem geben wir Ihnen Tipps für die Anwendung in der Hautpflege.

1. Aloe vera wird hauptsächlich in der Hautpflege angewendet

Für die Herstellung von Medikamenten wird die Echte Aloe benutzt, nur eine von mehreren hundert Arten. Die Pflanze mit mehr als 200 Inhaltsstoffen wird zur Pflege der Haut und als Abführmittel eingesetzt. Je nachdem, welche Wirkung beabsichtigt ist, unterscheidet sich die Verarbeitung der Aloe vera.

1.1. Saft der Aloe als pflanzliche Verdauungshilfe

Zwischen der schützenden Blattrinde und dem Blattmark speichert die Pflanze in den Sekretzellen einen gelben Saft. Er spielte bei der Namensgebung eine Rolle: “Aloe” bedeutet “bitter” auf Arabisch, und bitter ist dieser Saft. Zur Weiterverarbeitung wird er eingedickt. Lange Zeit bereiteten Mediziner wegen der Wirkung des sekundären Pflanzenstoffs Aloin daraus Abführmittel zu.

Diese Verwendung von Aloe vera nimmt allerdings in der Medizin ab. Vor allem bei zu hoher Dosierung oder zu langer Anwendung bringt sie nämlich unangenehme Nebenwirkungen mit sich: Von krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu Nierenentzündungen können verschiedene Beeinträchtigungen der Gesundheit auftreten. In der Schwangerschaft sollten Sie ganz auf diese Mittel verzichten, da sie wehenauslösend wirken können.

In geringer Dosierung wird dieser Bestandteil der Aloe vera allerdings noch heute in Verbindung mit anderen Inhaltsstoffen zu Nahrungsergänzungsmitteln verarbeitet. Diese finden Sie im Handel vor allem als Saft oder in Form von Kapseln oder Dragees. Sie sollen dabei helfen, die Darmflora aufzubauen und zu schützen und die Tätigkeit von Leber und Niere anzuregen. Auch gegen Gelenkbeschwerden sollen sie helfen.

Einige der innerlichen Wirkungen, die der Aloe vera zugeschrieben werden, sind bislang wissenschaftlich nicht belegt. Das heißt, dass es noch keine belastbaren Studien zu diesem Thema gibt. Es wird vermutet, dass der einmalige Cocktail aus Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen, Enzymen, Aminosäuren und Polysacchariden das Immunsystem stärkt und die Gelenke schützt.

1.2. Das Blattmark ist Wellness für die Haut

Weiter verbreitet als die innerliche Anwendung der Echten Aloe ist inzwischen die äußerliche Anwendung in der Körperpflege. Dafür verwenden die Hersteller nicht den oben beschriebenen Saft, sondern das Gel aus dem Blattmark. Um es zu gewinnen, entfernen sie die harte Rinde und den bitteren Blattsaft mit dem Aloin.

Hautpflegende Kosmetik mit Aloe vera gibt es in vielen Formen, etwa als Spray, Masken, Lotion, Cremes, Salben, aber auch als Lösungen oder Tinkturen.

2. Aloe vera kann gegen Hautirritationen helfen

Die Wirkung des Aloe vera-Gels ist breit gefächert. Es dient der Pflanze selbst zur Regeneration und bekämpft Pilze und Bakterien. Gleichzeitig hat es regenerative Eigenschaften, die die Zellerneuerung vorantreiben. Es wird eingesetzt bei:

3. Das Gel ist voll mit Nährstoffen für die Haut

Produkte mit Aloe vera bieten Ihnen viele Vorteile, die Sie für die Haut in der Beauty-Pflege oder auch für die Heilung nutzen können. Ein Grund für die umfassende gesunde Wirkung der Pflanze ist ihr Reichtum an Inhaltsstoffen:

  • ihr ätherisches Öl enthält sekundäre Pflanzenstoffe, die als Radikalfänger arbeiten
  • Vitamine, Mineralien und Enzyme nähren die Haut
  • Salicylsäure lindert Schmerzen
  • das Gel ist für empfindliche und für trockene Haut geeignet
  • es verlangsamt die Alterung und beschleunigt die Heilung durch eine Anregung der Geweberegeneration

4. Cremes aus der Drogerie vereinfachen die Anwendung

Sie können das gesunde Gel der Aloe vera direkt aus dem Pflanzenblatt verwenden. Manche Menschen mögen aber den charakteristischen, etwas bitteren Duft der Pflanze nicht gern. Achten Sie zudem beim Kauf von Spray oder Cremes auf einen möglichst hohen Anteil Aloe vera. Wundern Sie sich nicht über den etwas herben Geruch dieser Produkte: Riechen die Kosmetika zu blumig oder süß, macht der Anteil an Inhaltsstoffen aus der Pflanze wahrscheinlich nur einen geringen Prozentsatz aus.

Auch bei den Kapseln sollten Sie darauf achten, dass der Anteil des Aloe vera-Gels nicht zu gering ist: Bei der Herstellung wird das gesunde Gel schon stark verarbeitet und die Balance der zahlreichen Inhaltsstoffe gestört. Mischen die Hersteller es dem Produkt nur zu einem geringen Teil bei, ist seine Wirkung bestenfalls schwach.

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