Welche Inhaltsstoffe Du in Sonnencremes lieber meiden solltest

Datum: 22. Februar 2018 • Autor: Cosmoty.de Redaktion

<p>Der Sommer ist da und mit ihm die Sonne. Auch die Sommerferien und damit der nächste Urlaub stehen vor der Tür. Deshalb ist Sonnenschutz jetzt besonders wichtig. Bei den vielen verschiedenen Marken von Sonnencremes, Inhaltsstoffen und den unterschiedlichen Mythen, die sich um das Bad in der Sonne ranken, ist es schwer den Überblick zu behalten. Codecheck stellt mit uns die wichtigsten Informationen bezüglich schädlicher Inhaltsstoffe und weitere Tipps für ein sorgenfreies Sonnenbad vor.

Vier Sonnencreme-Inhaltsstoffe, die mit Vorsicht zu genießen sind

1. Oxybenzone – Allergieauslöser

Oxybenzone, auf der Verpackung auch als Benzophenone-3, 4-Methyl-Benzylidencamphor oder Octyl-Methoxycinnamate zu erkennen, ist ein starker Allergieauslöser und kann besonders bei sensibler Haut zu allergischen Reaktionen führen. Der Stoff gelangt durch die Haut in den Körper und kann neben Allergien auch Hormonstörungen und Zellschädigungen verursachen. Außerdem besitzen Oxybenzone eine hohe fotosensibilisierende Wirkung, das heißt, dass die Haut dadurch lichtempfindlicher wird.

2. Retinylpalmitat – erhöhtes Hautkrebsrisiko

Retinylpalminat ist ein Reizstoff, der hormonell wirksam ist und Allergien auslösen kann. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann er das Risiko für Hautkrebs erhöhen. Außerdem agiert Retinylpalmitat als Reizstoff und als Allergen. Bei sensibler oder zu Allergien neigender Haut einfach auf Sonnenschutzmittel mit diesem Inhaltsstoff verzichten.

3. Titandioxid – gefährliche Nanopartikel

Titandioxid besteht aus Nanopartikeln, die im Verdacht stehen das Zellwachstum zu stören und die DNA zu schädigen. Einige Wissenschaftler glauben, dass die Nanopartikel nicht in die Haut eindringen, sondern nur gefährlich werden können, wenn sie eingeatmet werden – zum Beispiel in Farben. Bisher ist die Wirkung noch nicht ausreichend erforscht, um sicher zu sein.

4. Zinkoxid – kann die DNA angreifen

Zinkoxid besteht, genau wie Titandioxid, aus Nanopartikeln. In Verbindung mit der Sonne kann Zinkoxid instabile Moleküle bilden, die sich mit freien Radikalen, zu aggressiven Molekülen verbinden und die DNA angreifen. Aber trotz allem: nie ohne Sonnenschutz sonnen, denn die Wirkung der Inhaltsstoffe ist noch nicht lange genug erforscht, sodass man noch nicht sagen kann, wie stark die Schädigung ist. Wenn ein Produkt Nanopartikeln enthält, muss dies auf der Verpackung ausgewiesen werden.

Sechs Tipps für richtiges Cremen

1. Lichtschutzfaktor – hängt vom Aufenthaltsort ab

Meist reicht ein Lichtschutzfaktor von 25 aus. Dies hängt aber auch vom Aufenthaltsort ab. Dabei gilt: Im Süden einen höheren Lichtschutzfaktor wählen. Da die UVA-Strahlen tiefer in die Haut eindringen, Produkte mit UVB- und UVA-Filter bevorzugen.

2. Menge – Hau(p)tsache gleichmäßig

Ausreichend Sonnencreme (circa sechs Esslöffel für den Körper) gleichmäßig verteilen, so entsteht ein guter Schutz. Die Creme sollte eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad aufgetragen werden, damit sie ihre volle Wirkung entfalten kann. Lippen und Fußsohlen beim Eincremen nicht vergessen und regelmäßig nachcremen um den Sonnenschutz aufrechtzuerhalten.

3. Sonnenallergie – leichte Geltexturen

Wer zu Sonnenallergie neigt, sollte spezielle Produkte für sensible Haut verwenden. Außerdem benötigt die Haut einen hohen Lichtschutzfaktor. Duftstoffe, Konservierungsstoffe und fettige Cremes belasten die Haut noch zusätzlich. Deshalb auf fettfreie Gels ohne Duft- und Konservierungsmittel zurückgreifen. Vor dem Urlaub kann die Haut durch die Einnahme von Sonnenschutzkapseln gestärkt werden, die Betakarotin und Kalzium enthalten.

4. Lebensmittel – Sonnenschutz von innen

Tomaten enthalten Stoffe, die vor der Sonne, schützen können und einen natürlichen UV-Schutz von innen bieten. Zu diesen Substanzen zählen Betacarotin, für die Pigmentierung der Haut, Vitamin E und Vitamin C für den Schutz vor UV-Strahlung und Zink gegen mögliche Entzündungen. Diese Inhaltsstoffe sind in fast allen, roten, orangefarbenen und grünen Gemüsesorten enthalten.

5. Kindersonnencreme – wasserfester Schutz

Die Haut von Kindern ist sehr empfindlich, weshalb spezielle Sonnenschutzprodukte verwendet werden sollten. Bei Kinderhaut gilt: Je höher, desto besser. Wasserfeste Cremes mit einem Lichtschutzfaktor über 20 sorgen für den perfekten Schutz der Kleinen. Auch nach dem Aufenthalt im Wasser den Nachwuchs wieder eincremen, denn auch wasserfeste Produkte halten das Plantschen nicht aus. Wer komplett auf Nummer sicher gehen möchte, der greift auf sonnendichte Kleidung zurück, wenn der ganze Tag am Strand verbracht wird.

6. After the Sun – kühlende Pflege

Der Aufenthalt in der Sonne ist Stress für die Haut, sodass sie sich danach eine gute Pflege verdient hat. Da die Haut durch das Sonnen schnell trocken wird, sind feuchtigkeitsspendende Produkte oder spezielle Lotions, die kühlend wirken, besonders geeignet. Für empfindliche Haut empfiehlt es sich auf eine beruhigende Pflege zurückzugreifen. Am besten Produkte mit Aloe Vera, Lecithin und Panthenol verwenden.

Bei den vielen verschiedenen Inhaltsstoffen, ist es schwer den Überblick zu behalten. Mit Apps, wie Codecheck, lassen sich Produkte einfach auf ihre Inhaltsstoffe überprüfen und Alternativen anzeigen. Wer sich auf auch von innen schützen möchte, kann dies mit Lebensmitteln und Nahrungsergänzung bis zu einem gewissen Maß tun. Einen hundertprozentigen Schutz vor der aggressiven Sonne gewährleisten allerdings nur Schatten oder geeignete Kleidung.

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