Blutgruppendiät

Datum: 22. Februar 2018 • Autor: Cosmoty.de Redaktion

Was ist die Blutgruppendiät?

Die Blutgruppendiät basiert auf einer Theorie des US-amerikanischen Naturheilkundlers Peter J. D’Adamo. Sie besagt, dass die Träger verschiedener Blutgruppen sich unterschiedlich ernähren sollten, um gesund zu bleiben. D’Adamo betont, dass die Entstehung der Blutgruppen mit der Entwicklung des Menschen in Verbindung steht und daher verschiedene Blutgruppenträger auf bestimmte Nahrungsmittel spezifisch reagieren.

Die Theorie: Blutgruppen und Nahrungsgruppen

D’Adamo geht davon aus, dass die Blutgruppe 0 die älteste ist. Er begründet dies damit, dass die Blutgruppe 0 sich angeblich entwickelt hat, als der Mensch noch Jäger und Sammler war. Demzufolge sollen Menschen mit dieser Blutgruppe Fleisch besser vertragen als andere und sich fleischreich ernähren, Getreide und Milch hingegen meiden. D’Adamo betont weiter, dass die Blutgruppe A mit den ersten Bauern entstanden ist. Menschen dieser Blutgruppe sollten daher vor allem Gemüse und Getreide essen, Fleisch und Milch aber meiden. Seiner Theorie zufolge hat sich ferner die Blutgruppe B bei Viehzüchtern in Asien entwickelt, daher soll der Verzehr von Milchprodukten für die Träger dieser Blutgruppe besonders gut sein. Die Blutgruppe AB ist hingegen nach D’Adamo eine neuere Entwicklung, die durch Vermischung entstanden ist. Diese Menschen sollten Obst und Gemüse essen.

Krankheiten

D’Adamo bringt Blutgruppen mit besonderen Krankheitsanfälligkeiten in Verbindung. So sollen besonders viele Menschen der Blutgruppe 0 an der Pest gestorben sein, heute sind sie laut D’Adamo anfälliger für Magengeschwüre. Menschen mit Blutgruppe A sollen hingegen überdurchschnittlich oft an Brustkrebs erkranken oder Herzinfarkte erleiden. Die Blutgruppe B soll besonders anfällig für Asthma sein. Die Einhaltung einer bestimmten Ernährung aufgrund der Blutgruppen erachtet D’Adamo daher als essenziell, damit Menschen gesund bleiben.

Kritik an der Blutgruppendiät

Die Blutgruppendiät gilt als wissenschaftlich unbegründet, fehlerhaft und zufällig. So wird ins Feld geführt, dass bereits bei Affen alle Blutgruppen vertreten sind und eine Entstehung der Blutgruppen daher nicht an Wirtschaftsweisen des Menschen gekoppelt sein kann. Auch was die Krankheitsanfälligkeiten angeht, argumentieren Wissenschaftler, dass D’Adamos Ergebnisse nicht den Statistiken entsprechen. Eine einseitige Ernährung, die zum Beispiel überwiegend auf Fleisch basiert, wird außerdem als sehr ungesund angesehen. Ernährungsphysiologen raten im Allgemeinen zu einer gesunden Mischkost, die alle Nahrungsgruppen berücksichtigt: Obst, Gemüse, Fleisch, Getreide und Milchprodukte. Demzufolge hat die Blutgruppendiät tatsächlich nur sehr wenige Anhänger.

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