Enzympeeling: Erklärung des Begriffs und Anwendung auf der Haut

Datum: 18. März 2008 • Autor: Cosmoty.de Redaktion

Das Enzympeeling, auch enzymatisches Peeling genannt, dient wie alle Peelings zur gründlichen Entfernung von abgestorbenen Hautschüppchen und überschüssigem Hauttalg. Da diese Hautschuppen und Talgreste die Atmung der Haut behindern und zu Unreinheiten und Entzündungen beitragen, wirkt ein Enzympeeling nicht nur tiefenreinigend sondern auch leicht desinfizierend. Es schafft zudem die Voraussetzung, die danach aufgetragenen Präparate schneller und intensiver aufzunehmen. Neben diesen Anwendungsbereichen werden Enzympeelings auch zur Behandlung von Verhornungen oder Verfärbungen der Haut (wie z.B. an den Händen von Rauchern) verwendet.


Die Peelingfunktion entsteht aufgrund biologischer Abläufe. Enzyme sind eiweißverdauende Substanzen und Keratin (der körpereigene Hornstoff) ist ein Eiweiß. Bringt man beides unter ständiger Zufuhr von Wasser oder Wasserdampf zusammen, entsteht ein Schäleffekt. Die Einwirkzeit beträgt zwischen 5 und 15 Minuten.

Enzympeelings finden in vielen kosmetischen Gesichtsbehandlungen Anwendung, wobei insbesondere hervorgehoben wird, dass sie für sensible ebenso wie für Akne-Haut sehr gut geeignet sind, da keine mechanische Beanspruchung stattfindet. Dennoch wird mitunter die absolute Sanftheit dieser Methode angezweifelt. Eine Gefahr besteht vor allem bei besonders trockener Haut. In einem solchen Fall kann es passieren, dass nicht nur abgestorbene und nicht mehr im Säureschutzmantel eingebundene Hornzellen entfernt werden, sondern auch solche, die noch für den Eigenschutz der Haut notwendig sind. Damit verbunden tritt nach einer Behandlung ein Empfindlichkeit gegenüber der Sonneneinstrahlung auf.

Anwendung für den Hausgebrauch

Neben dem Angebot im Kosmetikstudio gibt es auch zahlreiche Produkte verschiedener Kosmetikfirmen für die häusliche Anwendung. Solche Produkte sind in den meisten Fällen sehr mild. Dennoch sollte man gerade bei trockener oder empfindlicher Haut Rücksprache mit einer Kosmetikerin oder dem Hautarzt halten. Schließlich besteht die hauptsächliche Problematik der Behandlung darin, dass die während der Anwendung aufgeweichte Haut eine Unverträglichkeit nicht sofort spüren läßt, so dass der Schaden nicht gleich erkannt und eingeschränkt werden kann.

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