Vitriol d’Oeillet

Datum: 20. Februar 2018 • Autor: Cosmoty.de Redaktion

  • Kategorie:
  • ⋅ Verfügbar ab 01.09.11

  • Quelle: Shiseido Deutschland GmbH

Im Süden sieht man sie auf Märkten und Feldern, wo die Sonne blutrot versinkt: die Nelke. Im Norden hingegen, in Merry Old England, kann man weiße Exemplare ihrer Art in den Knopflöchern von Gentlemen und Ganoven gleichermaßen entdecken.
Welcher Duft könnte den morbiden Charme und den Reiz der Gefahr besser transportieren als die Essenz der Goldlack-Blume, verbunden mit Pfeffer aus Cayenne und Gewürznelken? Die Nelke hält diese Duftkomposition zusammen. Und für Serge Lutens ist es auch die Nelke, die die Assoziation des Unwägbaren in ihm hervorruft. Dem Parfümeur ist es mit seiner aufregenden neuen Kreation Vitriol d’Oeillet gelungen, Duft eine Aura des Rätselhaften zu verleihen.

Die Inspiration zum Duft

Genauso wenig, wie ein Geisterzug gespenstisch ist, ein plötzlicher Tod überraschend kommt oder man sich durch Rasen ins Grab bringt, genauso wenig stammt mein Vitriol von Nelken.

Nachdem ich mein Zögern überwunden hatte, stellte ich fest, dass die Nelke mir in jeder Hinsicht sehr entspricht: Sie ist meine Antwort auf die Welt, ein aufgebrachter Duft.

Hinter den zackigen Konturen ihrer Blütenblätter verbirgt sich ihr Wesen. Man sieht förmlich Splitter fliegen.

Der wohlriechende Duft der Goldlack-Blume entfaltet seine ganze Wirkung, der Pfeffer stammt aus Cayenne und ganz in der Tiefe halten Gewürznelken die Duftkomposition zusammen — das ist die Ironie dieses Duftes.

Und die Nelke lässt einen nicht los, sie ist allgegenwärtig.

Im Süden ist sie auf Märkten und Feldern zu sehen. Sie verwelkt blutrot unter dem listigen Lächeln eines eleganten Ganoven.

Anders im Norden, jenseits des Armelkanals, Richtung London: Hier zieren weiße Nelken die Knopflöcher der Gentlemen.

In einem Kinosaal, auf tiefrotem Samt, lauert der Wolf: Ein junges Mädchen, üblicherweise arm und zerzaust, wankt durch den Lichtkegel einer Straßenlaterne. Plötzlich wird es dunkel an der Straßenecke. Das Mädchen kann nichts mehr sehen. Für die Armste – so fürchtet und erwartet man – wird es noch schlimmer kommen… Zumindest dann, wenn nicht vorher der Filmstreifen unter der Lampe des Projektors verschmort und die Leinwand hell wird. Man wähnt ein schreckliches Ende.

Wir hören sie schreien – “Nein!”.

Der Duft: Nelke, Pfeffer, Gewürznelke

Vitriol d’Oeillet, 50 ml ca. 98,00 Euro*

Serge Lutens Vitriol d’Oeillet ist ab September 2011 im Handel erhältlich.

*unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers

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