Säureschutzmantel

Datum: 22. Februar 2018 • Autor: Cosmoty.de Redaktion

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und grenzt Körper und Außenwelt voneinander ab. Auf die oberste Hautschicht legt sich ein Säureschutzmantel- Hydrolipidfilm, als Schutz vor Keimen, Schadstoffen und Angriffen von außen. Außerdem sorgt der Säureschutzmantel für die Glätte und Geschmeidigkeit der Haut.


Ein Hydrolipidfilm ist eine Emulsion aus Wasser und Fett. Der Säureschutzmantel setzt sich aus Hornschuppen, Schweiß, Talg und Mikropartikeln zusammen und bilden ein saures Milieu, mit einem ph-Wert von 4,0-6,5. Der Säureschutzmantel entsteht vorallen durch Schwitzen. Die Haut des Menschen ist dicht von Bakterien besiedelt, auch als Hautflora bezeichnet. Diese Bakterien haben zwei wichtige Funktionen. Sie trainieren unser Immunsystem und schützen vor schädlichen Keimen.

Bei falscher, intensiver oder häufiger Reinigung, d.h zu heißem Wasser, bei Anwendung von Reinigungsmittel, kann der Säureschutzmantel der Haut zerstört werden und somit das natürliche Gleichgewicht der Hautflora. Aber auch die tägliche Waschlotion kann angreifen. In der Seife befinden sich waschaktive Substanzen, diese Umhüllen neben den Schmutzpartikeln auch die Bakterien der gesunden Hautflora und lösen sie von der Haut ab. Diese Bakterien können sich zwar schnell wieder vermehren, aber bei häufigen, intensiven Waschen, kann sich die Vermehrung verzögern und es entstehen Lücken. Das hat zur Folge das sich der ph-Wert ins bassische verschiebt. Dieses Milieu ist ideal für schädliche Bakterien. Auf der Hautoberfläche stellen diese Bakterien noch kein großes Problem dar. Gelangen die Bakterien aber in Wunden und vermehren sich dort, kann sich die Wunde entzünden.

Kosmetika, Seifen, Waschlotionen auf denen die Bezeichnung ph-neutral steht greifen den Säureschutzmantel nicht an. Hier ist ein ph-wert von 5,5 gemeint, der genau dem der Haut entspricht. Bei gesunder Haut liegt eine Balance zwischen Fett und Feuchtigkeit vor, wenn die Haut nicht überstrapaziert wird, regeneriert sie sich von selbst wieder. Auch die Hautflora kann sich wieder von ganz allein erholen.

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