Zahnfehlstellungen behandeln: Welche Korrekturen sind möglich und welche Kosten übernimmt die Krankenkasse?

Datum: 29. Januar 2021 • Autor: Cosmoty.de Redaktion

Schöne Zähne und Zahnkorrekturen sind auch im hohen Alter möglich, z.B. mit Invisalign

Kaum jemand kommt mit dem perfekten Gebiss zur Welt. Bei den meisten Menschen werden leichte Zahnfehlstellungen während der Jugend durch entsprechende Zahnspangen ausgeglichen. Doch wird das versäumt, sollten auch Erwachsene darüber nachdenken, ihre Zähne nachträglich korrigieren zu lassen. Denn werden Zahnfehlstellungen nicht behandelt, kann es neben ästhetischen Folgen auch zu zahlreichen gesundheitlichen Beschwerden kommen.

Zu den häufigsten nicht-ästhetischen Beschwerden und Problemen zählen:

  • erschwertes Abbeißen
  • erhöhtes Risiko für Karies und Parodontitis
  • Kiefergelenkschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • nächtliches Zähneknirschen und Abnutzung der Zähne

Welche Möglichkeiten der Zahnfehlstellungs-Behandlung gibt es?

Haben Sie oder Ihr Kind eine Zahnfehlstellung, gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung:

Korrekturen mit loser Zahnspange

Eine lose Zahnspange kommt am häufigsten bei Kindern zum Einsatz, da deren Kiefer noch nicht ausgewachsen ist. Somit kann er auch durch den verhältnismäßig leichten Druck der herausnehmbaren Zahnspange geformt werden. Sie besteht aus zwei separaten Kunststoffteilen, die sich eng an den Gaumen und unter die Zunge schmiegen. Am Kunststoff sind Metalldrähte befestigt, die sich um die Zähne legen und diese so über die Zeit in die gewünschte Richtung drücken. 

Korrekturen mit Brackets

Sind die Zahnfehlstellungen stärker ausgeprägt, reicht eine lose Zahnspange oft nicht aus. In diesem Fall werden Brackets verwendet. Dabei handelt es sich um kleine Quadrate aus Metall oder Keramik, die auf die Außenseite der Zähne geklebt werden. Dort hindurch kann dann ein Draht gespannt werden, der die nötige Spannung auf den Kiefer ausübt, damit dieser sich verformt. 

Innenliegende Brackets (Lingualtechnik)

Bei der Lingualtechnik handelt es sich um eine Brackets-Zahnspange, mit dem Unterschied, dass die Brackets auf der Innenseite der Zähne aufgeklebt werden. Diese Methode ist teurer als die herkömmliche Bracket-Zahnspange, wird wegen ihrer unsichtbaren Erscheinung aber dennoch gerne verwendet.

Transparente Aligner

Der Aligner ist eine durchsichtige Schiene aus hochwertigem Kunststoff. Diese Therapieschiene wird einfach so lange wie möglich einsetzt und zum Essen und Zähneputzen herausgenommen. Auch beim Trinken von färbenden Getränken, wie beispielsweise Kaffee, sollte man sie herausnehmen. Aligner werden entweder bei einer leichten Zahnfehlstellung angewendet oder im Anschluss an eine Brackets-Behandlung, damit sich die Zähne nicht wieder verschieben.

Komplizierte Korrekturen sind mit Alignern zwar auch möglich, werden dann aber von erfahrenen Spezialisten durchgeführt. Hier kommen immer mehr moderne Techniken und Methoden zum Einsatz, wie etwa die geschützte Invisalign Behandlung, die in den USA entwickelt wurde. In einem der beliebten Behandlungszentren von Invisalign München sind die Kieferorthopäden von DocSander auf diese Behandlungsmethode spazialisiert.

Wegen des durchsichtigen Materials greifen vor allem Erwachsene gerne zu dieser Variante, da sie im Alltag kaum auffällt. Erwachsene die sich für eine transparente und unauffällige Korrektur interessieren können sich unter Invisalign-Behandlung bei DocSander informieren, vor allem falls Behandlungsort für Invisalign München oder Umgebung sein soll.

Zahnfehlstellung und Korrektur bei Kindern

Wie die Behandlung von Zahnfehlstellungen bei Kindern abläuft, hängt vom Ausmaß der Fehlstellung ab. Bei leichten Zahnfehlstellungen reicht es oftmals aus, begleitend zum Kieferwachstum des Kindes eine lose Zahnspange zu verwenden. Hierbei sollten Eltern allerdings darauf achten, dass ihr Kind die Spange auch wirklich regelmäßig trägt.

Schummeln geht nicht mehr: Moderne lose Zahnspangen haben oft einen Sensor verbaut, der misst, wie lang die Zahnspange getragen wurde. So ist es dem Kieferorthopäden möglich, die Tragedauer nachzuvollziehen und die Effektivität der Maßnahme zu beurteilen. Das Mitwirken des Patienten kann ausschlaggebend dafür sein, ob die Krankenkasse die Kosten übernimmt.

Ist das Kind schon älter oder die Fehlstellung konnte bislang nicht mit einer losen Zahnspange ausgeglichen werden, kommen in der Regel die äußeren Brackets zum Einsatz. Diese sind oft effektiver als eine lose Zahnspange, da die Drähte immer wieder nachgezogen werden können und so die Stellung der Zähne schrittweise verändert werden kann. Die Tragedauer einer Brackets-Zahnspange variiert von ca 6 Monate bis zu 3 Jahren.

Ist die Zahnfehlstellung besonders schwer, hilft nur ein operativer Eingriff mit einer lokalen Narkose. Das ist aber in den seltensten Fällen notwendig.

Zahnfehlstellung korrigieren bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen ist es in der Regel schwieriger, Zahnfehlstellungen zu korrigieren, da ihr Kiefer bereits ausgewachsen ist. Zudem werden die Leistungen nicht mehr von der Krankenkasse übernommen, es sei denn, Sie haben einen Zusatzschutz abgeschlossen.

Wichtig: Eine Zusatzversicherung sollte frühzeitig abgeschlossen werden, sonst werden die Beiträge sehr hoch ausfallen oder die Versicherung wird einen Aufnahmeantrag ablehnen.

Trotzdem sollten auch Erwachsene über eine Behandlung ihrer Zahnfehlstellung nachdenken, da diese (wie oben aufgelistet) zahlreiche gesundheitliche Einschränkungen zur Folge haben kann. Laut Uniklinik Würzburg sind Korrekturen sogar im hohen Alter, etwa für 70-jährige Senioren, möglich.

Die zwei beliebtesten Methoden für Zahnkorrekturen bei Erwachsenen sind aufgrund ihrer Unauffälligkeit der Aligner und die Lingualtechnik. Ist die Zahnfehlstellung nicht sehr stark ausgeprägt und hat nur leichte körperliche oder ästhetische Folgen, reicht oft schon ein Aligner aus. Ist die Fehlstellung gravierender, wird für größere Korrekturen meist die Lingualtechnik angewendet. 

Für einzelne Beschwerden können auch günstige Spezial-Schienen verwendet werden. Zum Beispiel eine Aufbissschiene, die das Knirschen und Abnutzen der Zähne im Schlaf verhindert.

Zahntechniker und Zahnmediziner haben immer bessere Methoden entwickelt. Zu den erfolgreichsten Korrektur-Methoden zählt Invisalign. Bei Erwachsenen werden die Kosten jedoch nicht von der Krankenkasse übernommen.

Zahntechniker und Zahnmediziner haben immer bessere Methoden für Korrekturen von Fehlstellungen entwickelt. Zu den erfolgreichsten Behandlungsmethoden zählt Invisalign. Bei Erwachsenen werden die Kosten jedoch nicht von der Krankenkasse übernommen.

Welche Behandlungskosten übernimmt die Krankenkasse?

Kostenübernahme der Krankenversicherung bei Kindern

Die Kosten für die Behandlung einer Zahnfehlstellung werden von der Krankenkasse nur für Kinder unter 18 Jahren bezahlt. Die Leistung deckt nur medizinisch notwendige Behandlungen ab (Regelversorgung) und greift nicht bei Korrekturen zu ästhetischen Zwecken.

Eltern müssen in Vorleistung gehen! Bekommt Ihr Kind eine Zahnspange, zahlt die Krankenkasse zunächst nur 80 Prozent der Behandlungskosten – die anderen 20 Prozent müssen Sie als Elternteil selbst vorstrecken. Diesen Anteil bekommen Sie erst dann erstattet, wenn die Behandlung erfolgreich abgeschlossen wurde. Haben Sie weitere Kinder in Behandlung, übernimmt die Krankenkasse für diese 90 Prozent der Kosten.

Anfallende Kosten für Sonderleistungen müssen Sie selbst tragen. Dazu zählen beispielsweise die Kosten für eine unsichtbare Zahnspange oder für eine spezielle Kariesvorsorge der Zähne, die durch die Zahnspange stärker von Karies bedroht sind.

Kostenübernahme bei Erwachsenen durch Zusatzversicherung

Für Erwachsene werden die Kosten für die Korrektur einer Zahnfehlstellung im Normalfall nicht von der Krankenkasse übernommen. Ausnahmen können bei einer Zusatzversicherung gelten. Nur bei schweren Kieferanomalien, die chirurgisch behandelt werden müssen, werden die Kosten auch für Personen über 18 Jahren übernommen.

Entscheiden Sie sich dennoch für eine Korrektur Ihrer Zahnfehlstellung, ist der Preis von der nötigen Methode abhängig. Wird ein Aligner verwendet, belaufen sich die Kosten zwischen 3.000 und 6.000 Euro. Sind größere Veränderungen und daher innenliegende Brackets nötig, müssen Sie mit Kosten von 6.000 bis zu 10.000 Euro rechnen. Lassen Sie sich dazu am besten professionell von einem Kieferorthopäden beraten.

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