Augenlasern und Nachsorge: Darauf sollten Sie nach dem Eingriff achten

Datum: 09. September 2026 • Autor: Cosmoty.de Redaktion

Nahaufnahme eines Auges mit grafischer Darstellung einer Augenlaserbehandlung.

Eine Augenlaserbehandlung kann den Alltag deutlich verändern, denn Brille oder Kontaktlinsen werden je nach Eingriff danach häufig nicht mehr oder nur noch eingeschränkt benötigt. Damit sich die Augen nach dem Eingriff gut erholen können, kommt es jedoch nicht nur auf die Behandlung selbst an. Auch das Verhalten in den ersten Tagen und Wochen spielt eine wichtige Rolle.

In dieser Zeit reagieren die Augen oft empfindlicher auf Licht, Berührungen und andere äußere Reize. Mit einigen einfachen Verhaltensregeln können Sie die Heilungsphase unterstützen und unnötige Belastungen vermeiden. Welche Maßnahmen sinnvoll sind und worauf Sie nach dem Augenlasern zunächst verzichten sollten, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

1. Warum ist Ihr Verhalten nach einer Augenlaserbehandlung wichtig?

Bei einer Augenlaserbehandlung wird die Hornhaut gezielt verändert, um eine Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Nach dem Eingriff benötigt das Gewebe Zeit, um zu heilen und sich zu stabilisieren. Wie lange diese Phase dauert, hängt unter anderem von der verwendeten Behandlungsmethode und den individuellen Voraussetzungen ab.

In den ersten Tagen nach dem Eingriff können verschiedene vorübergehende Beschwerden auftreten, darunter:

  • ein Fremdkörpergefühl
  • trockene Augen
  • eine erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • vorübergehende Schwankungen der Sehschärfe.

Welche Hinweise für die Nachsorge gelten, kann sich ebenfalls unterscheiden. Orientieren Sie sich deshalb an den Empfehlungen der Praxis, in der Sie behandelt wurden – etwa dem Augenzentrum Eckert oder einer anderen Augenarztpraxis.

Augenlaserbehandlung am geöffneten Auge mit medizinischen Instrumenten unter Operationsbeleuchtung

Der eigentliche Eingriff ist meist kurz, Vorbereitung und Nachkontrolle nehmen zusätzlich Zeit in Anspruch.

Alltägliche Handlungen wie starkes Reiben der Augen können den Heilungsprozess beeinträchtigen. Ebenso wichtig ist es, die empfohlenen Kontrolltermine wahrzunehmen und verordnete Augentropfen entsprechend den ärztlichen Vorgaben anzuwenden.

Hinweis: Treten stärkere Schmerzen, eine deutliche Verschlechterung des Sehvermögens, ausgeprägte Rötungen oder andere ungewöhnliche Beschwerden auf, sollten Sie die behandelnde Praxis unmittelbar kontaktieren.

2. Wie können Sie die Erholung nach dem Augenlasern unterstützen?

Wie schnell sich die Augen nach einer Laserbehandlung erholen, lässt sich nicht pauschal festlegen. Je nach Behandlungsverfahren lassen viele Beschwerden bereits innerhalb der ersten Tage nach, während die vollständige Stabilisierung des Sehvermögens je nach Verfahren länger dauern kann. In dieser Zeit helfen einige Verhaltensregeln dabei, die Augen möglichst wenig zu belasten.

2.1. Gönnen Sie Ihren Augen unmittelbar nach dem Eingriff Ruhe

In den ersten Stunden nach der Behandlung sollten Sie Ihre Augen möglichst schonen. Häufig wird empfohlen, sie für einige Zeit geschlossen zu halten und sich auszuruhen. Dadurch werden Lichtreize reduziert und die Augenoberfläche kann sich erholen.

Hinweis: Welche Empfehlungen unmittelbar nach dem Eingriff gelten und wie lange Sie Ihre Augen besonders schonen sollten, hängt vom gewählten Laserverfahren ab. Orientieren Sie sich deshalb an den konkreten Anweisungen Ihrer behandelnden Praxis.

2.2. Schützen Sie Ihre Augen vor hellem Licht

Nach einer Laserbehandlung kann die Lichtempfindlichkeit vorübergehend erhöht sein. Eine Sonnenbrille mit UV-Schutz kann in dieser Phase dazu beitragen, helles Sonnenlicht angenehmer zu machen und die Augen vor UV-Strahlung zu schützen.

Vor allem bei Aufenthalten im Freien empfiehlt sich eine Sonnenbrille mit geeignetem UV-Schutz. Wie lange sie nach dem Eingriff getragen werden sollte, richtet sich nach dem angewendeten Verfahren und den ärztlichen Empfehlungen.

Person hält eine Sonnenbrille vor sich, im Hintergrund sind Meer und Abendlicht zu sehen.

Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf die Angaben zum UV-Schutz der Gläser.

2.3. Vermeiden Sie es, die Augen zu reiben

Auch bei leichtem Brennen oder Jucken sollten Sie darauf verzichten, die Augen zu berühren oder zu reiben. Durch Reiben kann die noch empfindliche Augenoberfläche zusätzlich gereizt werden. Außerdem können über die Hände Keime an das Auge gelangen. Achten Sie deshalb besonders auf saubere Hände, wenn Sie beispielsweise verordnete Augentropfen anwenden. Berühren Sie dabei weder die Tropferspitze noch das Auge selbst.

2.4. Vermeiden Sie zunächst Wasser im Auge

In der ersten Zeit nach dem Eingriff sollte möglichst kein Wasser direkt in die Augen gelangen. Seien Sie deshalb beim Duschen und Haarewaschen vorsichtig und halten Sie die Augen geschlossen, wenn Wasser über das Gesicht läuft.

Auf Schwimmbad, Whirlpool, Sauna und Dampfbad sollte während der frühen Heilungsphase in der Regel verzichtet werden. Wasser und feucht-warme Umgebungen können das Risiko von Reizungen und Infektionen erhöhen.

Hinweis: Wann Sie diese Aktivitäten wieder aufnehmen können, sollte individuell mit der behandelnden Praxis abgestimmt werden. Dies ist auch empfehlenswert, wenn Sie unsicher sind, ob die Heilung bereits weit genug fortgeschritten ist.

2.5. Steigen Sie schrittweise wieder in den Sport ein

Auch beim Sport ist zunächst Zurückhaltung sinnvoll. Vor allem intensive Belastungen, Kontaktsportarten sowie Aktivitäten, bei denen viel Schweiß in die Augen gelangen kann, sollten in der ersten Zeit vermieden werden. Leichte Bewegung wie Spaziergänge ist häufig früher wieder möglich.

2.6. Verzichten Sie vorübergehend auf Augen-Make-up

Mascara, Kajal, Lidschatten und andere Kosmetikprodukte können während der Heilungsphase eine zusätzliche Reizung darstellen. Außerdem besteht beim Auftragen und Abschminken die Gefahr, unbewusst Druck auf die Augen auszuüben.

Frau trägt mit einer Bürste Mascara auf die Wimpern auf.

Nach dem Augenlasern kann es sinnvoll sein, gewohnte Routinen rund um die Augen vorübergehend anzupassen.

Auch Cremes sollten in unmittelbarer Nähe der Augen zunächst vorsichtig verwendet werden. Ihre behandelnde Praxis kann Ihnen mitteilen, ab wann Augen-Make-up und Pflegeprodukte wieder eingesetzt werden können.

2.7. Machen Sie bei Bildschirmarbeit regelmäßig Pausen

Smartphone, Computer oder Fernseher schädigen ein frisch gelasertes Auge nicht automatisch. Längere Bildschirmzeiten können jedoch dazu führen, dass Sie seltener blinzeln. Dadurch kann die Augenoberfläche schneller austrocknen, was insbesondere nach einer Laserbehandlung unangenehm sein kann.

Reduzieren Sie Bildschirmarbeit deshalb zunächst und legen Sie später regelmäßig Pausen ein. Bewusstes Blinzeln unterstützt die Verteilung des Tränenfilms auf der Augenoberfläche. Bei trockenen Augen können zusätzlich die von der behandelnden Praxis empfohlenen Tränenersatzmittel helfen.

Auch beim Lesen sind kurze Pausen sinnvoll, wenn die Augen trocken werden oder sich angestrengt anfühlen.

3. Fazit: Nach dem Augenlasern sind Schonung und Nachsorge entscheidend

Die Entwicklung nach einer Augenlaserbehandlung verläuft nicht immer gleichmäßig. Auch wenn sich das Sehen bereits früh deutlich verbessert, können Sehschärfe und Sehkomfort vorübergehend noch schwanken. Entscheidend ist daher weniger ein fester Zeitplan als die schrittweise Stabilisierung der Augen.

Geben Sie Ihren Augen die nötige Zeit, sich an die veränderten Sehbedingungen anzupassen und sich zu stabilisieren. Ihre gewohnten Aktivitäten können Sie nach und nach wieder steigern. So lässt sich die erste Zeit nach dem Eingriff ohne unnötigen Druck gestalten.

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