Duftneutral

Datum: 22. Februar 2018 • Autor: Cosmoty.de Redaktion

Kosmetika machen nicht nur schön, sie vermitteln auch ein Wohlgefühl. Dieses wird allerdings erheblich gestört, wenn man mit einer Mixtur zahlreicher Düfte überfrachtet wird. Das Zuviel hat dazu geführt, dass immer mehr Menschen allergisch werden oder Duftstoffe jeglicher Art nicht mehr vertragen. Sie bekommen davon Hautreizungen, Nesselausschlag oder Atemprobleme. Der Grund: Viele Parfümstoffe oder ätherische Öle haben ein hohes Sensibilisierungspotential und enthalten zudem zahlreiche Stoffe, die Reizungen auslösen können. In einem einzigen Parfüm sind beispielsweise mehr als hundert Chemikalien enthalten, viele davon werden aus Erdölprodukten hergestellt. Sie wirken als Nervengifte, sind als Krebserreger bekannt oder lösen Allergien aus. Daher entscheiden sich immer mehr Menschen dafür, lieber duftneutrale Kosmetika zu kaufen. Dies geschieht auf ärztlichen Rat hin oder aus eigenem Antrieb.


Kosmetik- und Pflegelinien, die duftneutral sind, erhält man in Fachgeschäften, im Internet, in Reformhäusern oder in der Apotheke. Asthmatiker, Umweltpatienten oder Neurodermitiker vertragen nicht parfümierte oder mit ätherischen Ölen bedufteten Kosmetikprodukte deutlich besser. Sie sind reizarm und pflegen dennoch Haut und Haare. Oft werden in duftfreien Pflegelinien natürliche Zutaten wie Sheabutter, Pflanzenöle oder Kräuterextrakte verwendet, denn Chemie riecht oft nicht angenehm und wird daher häufig mit Beduftung attraktiv gemacht. Ist die Pflegelinie duftneutral, kostet sie in der Regel deutlich mehr. Dies hat damit zu tun, dass der Herstellungsprozess eine extra eingerichtete Produktionsschiene verlangt.

Schönheit oder Wellness verbindet man geradezu mit den Düften aromatischer Öle, anregenden Bädern und Essenzen. Das Ganze ginge allerdings auch duftneutral. Zumindest als alternatives Angebot sollten duftneutrale Massagen, parfümfreie Kosmetika, Badezusätze ohne künstliche Aromen oder duftfreie Putzmittel den Kunden zur Wahl stehen. Heute könnte die Industrie durchaus eine größere Käuferschicht mit duftneutralen Waschmittel oder parfümfreien Haushaltschemikalien versorgen, denn die Zahl der Allergiker steigt rasant. Scharfe Chemikalien in Putzmitteln sind aber meist nur unwesentlich wirkungsvoller als alte Hausmittel wie Zitronensäure, Essig oder Grüne Seife. Um Putz- und Reinigungsmittel duftneutral anzulegen, muss man vollkommen neue Rezepturen erfinden, die nicht beduftet werden müssen. Dies stellt im Grunde kein Problem dar – das Problem liegt vielmehr in der Verkäuflichkeit solcher Produkte. Die meisten Kunden, die keine gesundheitlichen Beschwerden von parfümierten Produkten bekommen, möchten eben nicht auf die Beduftung solcher Produkte verzichten.

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