Kumin – Allrounder bei Magenproblemen

Datum: 22. Februar 2018 • Autor: Cosmoty.de Redaktion

Kumin ist ein anderer Name für Kreuzkümmel. Dieser ist manchen schon in der Küche als Gewürz lieber als seine Artgenossen. Der herkömmliche Kümmel und der Schwarzkümmel sind wesentlich dominanter im Geschmack. Es gibt noch einige weitere Vorteile des Kumins: Sein Öl kann zahlreiche gesundheitliche Beschwerden lindern.

Wir geben Tipps, welche Heilwirkung die Pflanze haben kann.

1. Kümmel ist nicht gleich Kümmel

Kumin als Pulver und ganzer Samen

Kumin ist eine andere Bezeichnung für Kreuzkümmel und eine Heilpflanze.

Kumin, Kümmel, Schwarzkümmel … Bei diesen Begriffen für Gewürze kann man schon einmal durcheinander kommen. Schnell erklärt ist, dass Kumin ein Synonym für Kreuzkümmel ist. Der Kreuzkümmel wächst im Gegensatz zu seinen Artgenossen in warmen Ländern. Der herkömmliche Kümmel und der Schwarzkümmel stammen eher aus Ost- und Nordeuropa. Der Kreuzkümmel hat jedoch auch geschmacklich keinerlei Gemeinsamkeiten mit den anderen beiden Sorten. Sind diese eher markant und dominant, ist Kumin sehr mild im Geschmack. Letzterer wird weniger als ganzer Samen verwendet, sondern als gemahlenes Pulver oder Öl.

2. Das ätherische Öl pflegt den Bauch

Die Samen des Kreuzkümmels bestehen zu sechs Prozent aus ätherischen Ölen. Schon das Kauen auf ihnen hilft bei Blähungen, Verdauungsbeschwerden und Bauchkrämpfen. Kumin regt die Verdauung an. Doch das Öl kann mit seinen gesunden Eigenschaften vielseitig in der Körperpflege eingesetzt werden.

Weiterhin kann das gelbliche Öl tropfenweise eingenommen werden, um abführend, entgiftend oder entblähend zu wirken. In dieser Form kann es auch bei geringer Dosierung bei Babys oder Kleinkindern Anwendung finden. Auch bei Husten oder Erkältungen ist Kreuzkümmelöl ein Helfer mit natürlichen Eigenschaften.

3. Kumin hilft beim Abnehmen

Forschungen besagen, dass Kreuzkümmel beim Abnehmen hilft. Täglich eingenommen, kann er die Kilos purzeln lassen. Professoren der Medizinischen Universität in Teheran fanden heraus, dass Kreuzkümmelsamen der Gesundheit förderlich sind und zum Abnehmen helfen.

Die Mitarbeiter einer medizinischen Universität im Iran teilten knapp 80 Studienteilnehmer in drei Gruppen ein. Eine Gruppe erhielt ein Placebo. Die zweite Gruppe nahm Naturjoghurt zu sich. Die dritte Gruppe bekam zum Naturjoghurt auch eine Kapsel mit Kumin gereicht.

Die Gruppe, welche die Kreuzkümmelsamen verzehrte, nahm schneller ab. Die Probanden verloren vor allem Körperfett, da Kreuzkümmel den Stoffwechsel und somit die Fettverbrennung ankurbelt. Auch die wichtigsten Blut- und Cholesterinwerte verbessern sich.

Um diese Wirkung zu erzielen, kann man sich auch Tee mit der Kuminsaat aufbrühen. Eine weitere Möglichkeit ist, sich Kreuzkümmel als Pulver oder in Kapseln in Apotheken zu bestellen. Ganze Kreuzkümmelsamen halten sich jedoch länger, ohne Wirkstoffe zu verlieren.

4. Der Duft des Kreuzkümmelöls wirkt beruhigend

Kreuzkümmelöl wird in Beauty und Wellness gerne in Aromatherapien eingesetzt. Der intensive Geruch mit einer würzigen Anisnote wirkt unter anderem sinnlich und anregend. So kann man sich entspannen und gleichzeitig pflegen.

Der Duftstoff des ätherischen Öls wird nicht nur als Essenz verwendet, sondern auch in Produkten in Drogerien, so zum Beispiel in Parfums, Kosmetikartikeln oder Mundwassern.

5. Kumin ist in der Ayurveda-Medizin beliebt

Es wird unter anderem in der Ayurveda-Medizin verwendet. Hier findet es in verdünnter Form Einsatz als Massageöl. Es lässt sich beispielsweise gut mit Mandelöl mischen, um keine Reizung der Haut zu provozieren.

Kreuzkümmelöl fördert die Durchblutung und kann Verspannungen lösen. Nach ayurvedischer Auffassung kann Kumin-Öl auch das Blut reinigen und die Leber- und Nierenfunktion verbessern. Außerdem soll es die Knochendichte fördern und diversen Krebsarten vorbeugen. Es ist also ein gesunder Allrounder.

6. Kreuzkümmelöl kann man selbst herstellen

Kreuzkümmelöl wird in seiner konzentrierten Form in der Industrie durch Wasserdampfdestillation hergestellt. Die getrockneten, länglichen Samen werden zuerst gemahlen. Beim Destillieren und Auskühlen trennt sich das Kreuzkümmelöl vom Wasser. Diese Herstellung ist natürlich im Privaten zu aufwendig.

Man kann auch selbst Kreuzkümmelöl herstellen. Hierzu sollte man die getrockneten, braunen Samen mit einem Mörser leicht anschlagen. Diese kommen in einem Schraubglas mit anderem Öl, zum Beispiel Sonnenblumenöl, zusammen. Nun das Glas gut verschließen, für bis zu sechs Wochen in einen dunklen Raum stellen.

Tipp: Ab und zu schütteln! So kann das Öl der gekerbten Samen in das Sonnenblumenöl übergehen. Schließlich wird alles noch einmal gesiebt und das fertige Kreuzkümmelöl im Kühlen gelagert. Dieses Produkt ist also relativ einfach selbst herzustellen.

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