Malassezia

Datum: 22. Februar 2018 • Autor: Cosmoty.de Redaktion

Malassezia ist ein Hefepilz, der bei nahezu 100% der Menschen vorkommt. Er gehört zur normalen Hautflora und ist normalerweise unschädlich. Bei Säugetieren, wie Hunden, ist er parasitär. Malassezia lebt in Hautregionen mit höherer Talgproduktion, wie Gesicht, Brust, Rücken und Kopfhaut. Er scheidet Enzyme aus, die das Hautfett aufspalten und die Haut reizen können. Daraus können Probleme entstehen, die häufig zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auftreten und etwa 1-5 % der – vorwiegend männlichen – Bevölkerung betreffen.


Die häufigste Art der Störungen ist das seborrhoische Ekzem, ein Hautausschlag, der sowohl die Kopfschuppen, als auch eine mögliche Schuppenbildung im Gesicht betrifft. Schuppenbildung tritt durch überhöhte Talgproduktion auf und wird durch Faktoren, wie Stress, zu fette Hautpflegeprodukte, starkes Schwitzen oder Störungen des Immunsystems begünstigt.

Hilfreiche Gegenmaßnahmen sind regelmäßige Aufenthalte an der Sonne, Gesichtsreinigung mit ph-neutraler Seife, Anwendung von Feuchtigkeitscremes mit dem Urea-Wirkstoff und antimykotischen Salben. Um die Haare von Schuppen zu befreien, sollten diese regelmäßig und in kürzeren Abständen gewaschen werden. Hilfreich sind Shampoos mit den Wirkstoffen Selendisulfid und Salizylsäure.

Eine zweite Hautirritation, die von Malassezia ausgelöst werden kann, ist die Kleienpilzflechte, die hauptsächlich am oberen Rumpf, Hals, Schultern und Unterschenkeln auftritt. Hauptsächlich wird die Flechte, die sich teppichartig ausbreitet, in den Sommermonaten bei Menschen mit Neigung zu starkem Schwitzen und hoher Schilddrüsenfunktion beobachtet. Eine antimykotische Salbe dämmt den Befall ein.

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