Minze – Heilwirkung durch Menthol

Datum: 29. Mai 2018 • Autor: Cosmoty.de Redaktion

Den Begriff der Minze setzt man oftmals mit der Pfefferminze gleich. Doch darunter verbergen sich noch viele andere Arten der Minze. Wir erklären, welche Wirkungen die Minze auf Beauty, Wellness und Körperpflege haben kann. Weiterhin klären wir auf, warum die Pfefferminze trotzdem ganz besonders für die Gesundheit sein kann und geben Tipps zur sonstigen Verwendung.

1. Es gibt viele Arten von Minzen

Minzblaetter in einer Schale

Die Minze besitzt durch den hohen Menthol-Anteil Heilkräfte.

Die Minze gehört zur Gattung der Lippenblüter. Es gibt bis zu 30 bekannte, verschiedene Arten; sie haben weiße bis violette Blüten. Alle wachsen meist an feuchten Standorten. Die krautige, aromatische Pflanze ist auf der Nordhalbkugel der Erde mehr verbreitet als im Süden. Generell ist die aber weltweit zu finden.

Die Arten der Minze sind teilweise schwer gegeneinander abzugrenzen. Viele haben sich mittlerweile auch gekreuzt. Die verbreitetsten Arten sind die Wasserminze, die Acker- und Hirschminze oder die Grüne Minze. Am wohl bekanntesten ist jedoch die Pfefferminze. Diese sieht anderen Arten optisch ähnlich, unterscheidet sich aber ein wenig durch ihren intensiveren Geschmack.

2. Die Pfefferminze besitzt durch ihren hohen Menthol-Anteil Heilwirkungen

Die Pfefferminze wird oft als Synonym für Minze verwendet. Tatsächlich ist sie jedoch nur eine Unterart dieser. Die Pfefferminze wurde vor rund 300 Jahren das erste Mal in England entdeckt. Sie entstand aus einer zufälligen Kreuzung zwischen der Wasser- und der Bachminze sowie der Grünen Minze.

2.1 Die Pfefferminze enthält viel Menthol

Die Pflanze besitzt im Unterschied zu anderen Minzarten haarige Blätter und bläuliche Stängel. Ihr werden außerdem die stärksten Heilkräfte nachgesagt, was durch den hohen Mentholgehalt zurückzuführen ist. Menthol ist ein chemischer Stoff. Es ist ein Monoterpen-Alkohol, welches bei Raumtemperatur farblos und kristallin ist. Menthol kommt in ätherischen Ölen der Pfefferminze und anderer Minzensorten vor. Auch andere Pflanzen enthalten Menthol, welches vor allem im Minzblatt zu finden sind. Das sind zum Beispiel Basilikum, Majoran, Rosmarin, Salbei oder Thymian.

Der typische Duft der Pfefferminze entstammt dem Menthol, welcher der weltweit meistverkaufteste Aromastoff ist. Pfefferminzaroma und auch -geschmack wird vor allem Zahnpasta, Bonbons oder Kaugummis zugefügt. Doch auch Produkte der Kosmetik in Drogerien beinhalten das Menthol aus der Pfefferminze. Deos, Salben oder Duschgele wirken dadurch erfrischend und kühlend. Auch in der Sauna gibt es oftmals Aufgüsse mit diesem belebenden Duft.

Sogar Parfums arbeiten mit dem Aroma der Minze. Männerparfums können von der herben Note profitieren. Die scharfe Wirkung der Minze kann einigen Parfums etwas Besonderes verleihen.

3. Auch andere Minzsorten enthalten ätherische Öle

Auch andere Minzsorten neben der Pfefferminze enthalten ätherische Öle. Diese können wegen ihrer entkrampfenden Wirkung gegen Kopf- oder Nervenschmerzen eingesetzt werden. Auch Magen-Darm-Probleme werden so gelindert.

Beliebt sind die Sorten außerdem in der Anwendung zur Beruhigung der Haut und gegen Entzündungen. Auch als Badezusatz ist Minze entspannend. Die frischen oder getrockneten Minzblätter, als Tee aufgebrüht, versprechen eine Linderung bei Erkältungen.

Möchte man dagegen anderen Getränken eine erfrischende Note verleihen, wählt man statt der Pfefferminze lieber Marokkanische Minze. Mittlerweile gibt es auch Schoko- oder Orangenminze, Zitronenminze, Ananas- oder Erdbeerminze mit verschiedenen Aromen.

4. Minze birgt aufgrund ihres Mentholanteils auch Risiken

Bei der Einnahme und Verwendung von Minze sollte man immer vorsichtig sein. Das im  ätherischen Öl enthaltene Menthol kann auch reizend wirken und sogar Herz-Rhythmus-Störungen verursachen. Bei Säuglingen und Kleinkindern können sogar schwere Atemnot oder Atemstillstand auftreten, Schwangere sollten Minze ebenso meiden. 

Auch mit Cremes oder Salben sollte man vorher auf richtige Anwendung und Dosierung achten. Ansonsten kann es Haut und Schleimhäute zu stark reizen. Bei Zweifeln sollte an sich lieber Rat in einer Apotheke holen. Hier ist die richtige Herstellung der Produkte garantiert.

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