Tipps bei Nesselsucht – Hilfe bei Nesselsucht im Gesicht

Datum: 21. Oktober 2015 • Autor: Cosmoty.de Redaktion

Wenn die Haut mit juckenden Quaddeln übersät ist, diagnostiziert der Hautarzt meist Urtikaria – im Volksmund besser bekannt als Nesselsucht. Das Schwierige an dem Hautausschlag: In einigen Fällen verschwinden die mit Flüssigkeit gefüllten Erhebungen schon nach wenigen Stunden von selbst, in anderen Fällen treten die Quaddeln über Jahre hinweg immer wieder auf und quälen die Betroffenen über Tage und Wochen hinweg mit starkem Juckreiz.

Heilbar ist Nesselsucht nicht – bei der Therapie kommt es vor allem darauf an, den Auslöser zu meiden. Und der ist nicht immer einfach ausfindig zu machen: Die Ursachen reichen von physikalischen Reizen wie

  • Licht
  • Wärme
  • Reibung und Druck

über Inhaltsstoffe in Medikamenten und Lebensmitteln bis hin zu psychischen Belastungen.

Für weitere Informationen zu Symptomen und Ursachen besuchen Sie diese Seite: http://www.nesselsuchtinfo.de/

Hautpflege bei Nesselsucht

Die Hautpflege bei Nesselsucht stellt eine besondere Herausforderung dar. Was für gesunde Menschen alltägliche Praxis ist, kann bei Urtikaria-Patienten einen erneuten Schub auslösen. Schminken beispielsweise – doch es ist auch bei Nesselsucht möglich. Weil die Haut besonders anspruchsvoll ist, müssen aber geeignete Kosmetikprodukte ausgewählt und richtig angewendet werden.

Worauf man bei Nesselsucht im Besonderen achten sollte

Gesichtsreinigung

Das Wasser sollte nicht zu kalt sein bei der Körperpflege

Duschen und Baden: Die Körperhygiene muss unter Umständen besonders achtsam durchgeführt werden. Betroffene mit einer Kälteurtikaria sollten niemals zu kaltes Wasser verwenden. Patienten mit Wärmeurtikaria wiederum duschen besser lauwarm statt ein heißes Bad zu nehmen. Wenn die Nesselsucht durch Reibung oder Druck ausgelöst wird, ist man mit Peelings vorsichtig und schrubbt sich nicht zu fest ab. Anstatt sich mit einem Handtuch abzurubbeln, tupft man die Haut lieber vorsichtig trocken.

Hautpflege: Genau wie Seife, Duschgel und Shampoo müssen auch die pflegenden Hautcremes gut verträglich sein. Hier gilt: Wer mit einer Creme gute Erfahrungen gemacht hat, sollte diese auch nicht so schnell wieder wechseln. Die Produkte haben im besten Fall so wenige Inhaltsstoffe wie möglich. Auf Duft- und Konservierungsstoffe verzichtet man besser völlig.

Reinigen, Cremen, Schminken: Das sollte man bei Nesselsucht beachten

Betroffene Haut braucht Pflege, aber deren Inhaltsstoffe sollten so minimal wie möglich gehalten sein

Make-up: Bei der Schminke wird jede Nesselsuchtpatientin ihre eigenen Vorlieben und Erfahrungswerte haben. Die einen überschminken die Quaddeln lieber mit flüssigem Make-up, die anderen nutzen lieber Abdeckpuder. Das wichtigste bei der Schminke: Sie sollte keine Reizungen oder allergische Reaktionen hervorrufen. In einer Apotheke kauft man besonders verträgliche Kosmetikprodukte. Diese sind nicht unbedingt teurer als im Drogeriemarkt und das Apothekenpersonal kann bezüglich der Inhaltsstoffe fachkundig beraten. Viele Frauen mit Hautproblemen greifen gern zu Naturkosmetik. Doch hier ist Vorsicht geboten: Bei einigen Betroffenen lösen sogar natürliche Inhaltsstoffe Hautreizungen aus.

Tipp: Schminkutensilien wie Pinsel und Schwämmchen regelmäßig säubern, um die Haut vor Unreinheiten zu schützen.

Das Abschminken: Auch dabei gibt es einiges zu beachten. Um die Haut nicht unnötig zu reizen, benutzt man besser nur Leitungswasser und ein sauberes Mikrofasertuch, um das Gesicht von Make-up zu befreien. Spezielle Make-up-Entferner enthalten häufig Duftstoffe und Alkohol, die die Haut zum Beispiel austrocknen können und dadurch ein unangenehmes Spannungsgefühl verursachen.

Selbsttest und Nesselsucht-Tagebuch

Wollen Sie herausfinden, ob Sie an Nesselsucht leiden oder andere Ursachen für den Juckreiz auf Ihrer Haut sorgen, dann kann dieser Online-Test helfen. Um die Diagnosestellung des Arzt zuerleichtern, können Betroffenen mit Hilfe der Nessel-APP vom Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. ein Tagebuch schreiben. Darin werden Beschwerden erfasst, Auslöser notiert und bestenfalls mit Fotos dokumentiert.

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