Die Verwendung von Filmbildner in der Kosmetik erläutert

Datum: 06. November 2008 • Autor: Cosmoty.de Redaktion

Filmbildner sind Stoffe, die vor allem in der Kosmetik zur Verwendung kommen und in vielen kosmetischen Artikeln enthalten sind. Es handelt sich dabei um Stoffe aus der Polyquaternium-Gruppe, die vor allem für ihre antistatische und filmbildende Funktion bekannt sind.
Daher erfüllen sie drei wichtige Hauptfunktionen:

Durch die Filmbildung werden extrem angreifbare Strukturen wie das Kreatin der Finger- und Fußnägel geschützt und vor Rissen und Spleißen, durch Bilden einer zusammenhängenden Struktur, bewahrt. Außerdem verhindern sie durch die antistatische Wirkung eine Aufladung der Haare und erleichtern die Kämmbarkeit, gerade bei stark beanspruchtem, trockenem, krausem Haar, was gerade bei älteren Menschen verhäuft auftritt.

Filmbildner sind in verschiedensten Pflegeprodukten enthalten

Friseure bedienen sich der Lackbildner um Frisuren zu fixieren, aber dennoch flexibel und formbar zu halten, diese aber auch vor äußeren Einflüssen zu schützen. Mit den Filmbildnern verwandte Substanzen sollen ebenso die Weichheit der Haut beeinflussen. Als Gesichtsmaske z.B. wirken sie Faltenbildung entgegen und sorgen für ein entspanntes Hautgefühl und eine deutlich jüngere Ausstrahlung durch ein festeres Hautbild.

Aufgrund dessen kommen Filmbildner vermehrt in Hautcremes, Haarsprays und in Nagellack vor. Zu den anderen mannigfaltigen Einsatzmöglichkeiten gehört auch die mildernde Funktion bei trockenen Augen, indem Filmbildner das Auge vor weiterem Austrocknen schützen und dem Patienten unangenehme Symptome wie juckende, rote Augen und Sehbehinderungen ersparen.

Handelsnamen der filmbildenden Stoffe sind unter Anderem: Acrylamide/Sodium, Acrylate Copolymer, Acrylates/Acrylamide Copolymer, Butyl Ester of PVM/MA Copolymer, Carboxymethyl Chitin, Chitosan, Hydroxypropyl Cellulose, Polyquaternium-36, PVP, PVP/VA Copolymer, VA/Crotonates Copolymer, Vinyl Caprolactam/PCP/Dymethylaminoctyl Methyacrylate Copolymer.

Man unterscheidet kationische, anionische, nichtionische Filmbildner. Stoffe wie Methoxyethanol brechen die Struktur von Filmbildnern und dienen daher als Lösungsmittel. Da Filmbildner oftmals auch in Haarspray enthalten sind, können sie eingeatmet werden, sich in der Lunge einlagern und die Selbstreinigung der Lunge stören und folglich zu Entzündungen der Bronchien führen, daher raten Experten vom Gebrauch von Haarsprays ab und empfehlen Pumpsprays.

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