Hypoxi: Mit Wechseldruck zur Idealfigur

Datum: 17. April 2019 • Autor: Cosmoty.de Redaktion

Frau misst ihren Körperumfang für Hypoxi
  • Hypoxi ist eine Methode der Figurformung für die Problemzonen Bauch, Beine und Po. Das spezielle Training soll durch den Wechsel von Unter- und Überdruck den Fettabbau anregen.
  • Das Training kann im Liegen stattfinden oder sitzend, während man auf einem Ergometer radelt. Zusätzlich ist ein Training an der-Vacunaut Säule möglich. Dabei trägt man einen Pressure-Suit und bewegt sich auf einem Laufband oder einem anderen Cardio-Gerät.
  • Für sichtbare Erfolge sollte man mindestens einen Monat lang dreimal die Woche für etwa 30 Minuten trainieren. Laut Erfahrungsberichten wäre so ein Gewichtsabnahme bis zu einer Kleidergröße möglich.

Fettpolster verschwinden, die Konturen werden straffer, die Cellulite wird bekämpft – all das verspricht Hypoxi. Die innovative Trainingsmethode nimmt vor allem die Problemzonen Bauch, Beine, Po in Angriff. Das Prinzip: Der Wechsel von Unter- und Überdruck soll den Fettabbau anregen. Wir erklären Ihnen wie Hypoxi funktioniert, ob es zu Figurformung geeignet ist, und mit welchen Kosten Sie zu rechnen haben.

1. Hypoxi: Gesteigerte Durchblutung soll Fettpolster bekämpfen

Eine Frau sitzt in einem geöffneten Hypoxi Gerät

Im Liegen wird das Venen- und Lymphsystem unterstützt.

Hypoxi ist ein Fitness-Trend, der alle begeistert, die ohne große Anstrengung ihren Body in Form bringen möchten. Der permanente Wechsel von Unter- und Überdruck soll dem Fett zu Leibe rücken. Wichtig ist hierbei die Durchblutung. Je besser sie funktioniert, desto rascher verabschieden sich die Fettpolster. Den Mix aus Science Fiction, Fitness und Medizintechnik finden Sie mittlerweile in zahlreichen Hypoxi-Studios.

Dabei ist das Training für eine knackige Figur nicht gerade brandneu, die Methode wurde bereits Ende der 90er-Jahre von dem österreichischen Sportwissenschaftler Dr. Norbert Egger entwickelt. Seitdem wird das Training mit den spacig aussehenden Hightech-Geräten in über 50 Ländern angewendet.

Begeistert von der Hypoxi-Methode sind übrigens nicht nur die Damen, sondern auch die Herren. Bei den Frauen stehen ein straffer Po, weniger Cellulite und eine reduzierte Körpermitte, zum Beispiel nach einer Geburt, im Vordergrund. Ein straffer Bauch – das ist vor allem das erklärte Ziel der Männer.

Bevor jedoch das Training an den Geräten beginnt, kommt das Zentimetermaß zum Einsatz. Knöchel, Waden, Knie, Oberschenkel, Hüfte, Bauch und Taille werden genau vermessen. Schließlich will man zum einen wissen, was das Programm so bringt, und zum anderen, wo die Fettpolster idealerweise verschwinden sollten. Dann müssen Sie sich nur noch auf die Waage stellen, um Ihr Ausgangsgewicht zu dokumentieren, und schon kann es losgehen.

Sie erwartet ein Training, das aus folgenden Komponenten besteht: einer Wechseldruck-Behandlung, einem Fettverbrennungstraining und einer Ernährungsumstellung. Der Trainer wird mit Ihnen gemeinsam ein individuelles Konzept erstellen, dass Ihren Problemzonen entspricht. Jede Trainingseinheit dauert etwa 30 Minuten.

Auch Hypoxi kann nicht zaubern. Sie sollten etwa zwischen einem und drei Monaten dreimal wöchentlich trainieren, um – abhängig von Ihren Zielen – ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen. Laut Erfahrungsberichten kann man innerhalb von ein bis zwei Monaten das eine oder andere Kilo verlieren und bis zu einer Kleidergröße abnehmen.

Auch Schauspielerin Barbara Wussow testete die Hypoxi-Methode:

1.1. Eine Studie zeigt kleinen Vorteil beim Fettabbau

Sportmediziner bemängeln, dass bei dieser Form des Trainings zu wenig Muskeln aufgebaut werden. Da es aber so viele positive Erfahrungsberichte gibt, entschlossen sich Prof. Dr. Christoph M. Bamberger und Dr. Sabine Guth vom Medizinischen Präventionscentrum in Hamburg, Hypoxi mal wissenschaftlich auf den Grund zu gehen.

Teilnehmer ihrer kleinen Studie waren 20 Frauen und 16 Männer, alle übergewichtig. Eine Gruppe trainierte einen Monat lang dreimal die Woche für eine halbe Stunde an einem klassischen Ergometer oder Laufband, die andere Gruppe nahmen an einem Hypoxi-Training teil. Das Ergebnis: Alle Teilnehmer haben abgenommen. Aber bei Hypoxi war der Fettverlust „tendenziell ausgeprägter“, so das Ergebnis der Studie.

2. Leichtes Training im Liegen, beim Radeln und Laufen

Eine Frau trainiert mit einem Hypoxi Gerät im Sitzen

Die Durchblutung von Beine und Po wird angeregt.

Das Erfolgsgeheimnis der Hypoxi-Methode ist die Wechseldruck-Behandlung im Studio. Wie genau diese aussieht, ist auch davon abhängig, wie fit Sie sind, und welches Ausgangsgewicht Sie haben.

Wer über wenig Kondition oder ein hohes Körpergewicht verfügt, kann sich im Liegen behandeln lassen. Dabei befindet man sich mit dem Unterkörper in einer futuristischen halboffenen Kapsel. Hier können Sie ganz relaxt liegen oder radeln langsam auf einem Ergometer. Vom Bauch abwärts kommt es dabei zu einem ständigen Wechsel aus Unter- und Überdruck, was die Durchblutung anregt. So soll der Fettabbau beschleunigt werden.

Wer etwas fitter ist, trainiert im Sitzen, der Unterkörper verschwindet dabei wieder in einer Kapsel. Dieses Verfahren ist besonders für das Training der Problemzonen Bauch, Taille, Po und Hüfte geeignet. Währenddessen radelt man ganz entspannt auf einem Ergometer.

Der computergesteuerte Druckwechsel soll den Abtransport des Fetts zu den Muskeln beschleunigen. Bis es schließlich bei den trainierenden Muskeln angelangt, soll das Fett verbrannt werden. Das Gerät checkt regelmäßig die Herzfrequenz und passt sich immer umgehend dem momentanen Trainingszustand an. Die gesteigerte Durchblutung zeigt sich an einer erhöhten Hauttemperatur an den Problemzonen. Messfühler kontrollieren daher kontinuierlich die Temperatur.

Viele Frauen und vor allem Männer bevorzugen das Training an der Vacunaut-Säule. Hier befindet man sich jedoch nicht in einer der Hypoxi-Kapseln. Zu Beginn muss man mit Hilfe des Coaches erst einmal einen Pressure-Suit anziehen, aus dem die Luft raus gesaugt wird. Das Tragen des Pressure-Suits, optisch ähnlich einem Taucheranzug, ist ein Muss, denn über ihn werden die unterschiedlichen Druckverhältnisse erzeugt. Während des Druckwechsels wird auf dem Laufband (Vacu Walker) ein leichtes Lauftraining absolviert. So wird Fett abgebaut und verbrannt.

2.1. Schröpf-Prinzip für eine straffere Haut

Eine Frau liegt mit dem Anzug von Hypoxi Dermologie auf einer Liege

Hypoxi-Dermologie: So straffen Sie ganz relaxt das Bindegewebe.

Wenn Sie keinen Wert auf eine Figurformung legen, aber sich eine straffere Haut wünschen, können Sie auch nur die Hypoxi-Dermologie nutzen. Dabei tragen Sie ebenfalls einen Pressure-Suit und liegen während der Behandlung auf einer ergonomisch geformten Liege.

Jetzt bearbeiten 400 Kammern gleichzeitig Ihre Problemzonen mit Wechseldruck. Das Prinzip ähnelt dem des Schröpfens. Natürlich können Sie mit der Hypoxi-Dermologie auch Ihr Hypoxi-Training ergänzen.

Schröpfen ist übrigens eine Unterdrucktherapie, die es bereits seit der Antike gibt. Beim Schröpfen sorgen kleine Gläser auf der Haut für Unterdruck. Das soll Verspannungen lösen und Schmerzen lindern.

3. Für ein optimales Ergebnis: Achten Sie auf eine gesunde Ernährung

Ein Mann trainiert mit einem Hypoxi Vacunaut auf einem Laufband

Gesunde Ernährung und das Vacunaut Training reduzieren Hüft- und Bauchumfang.

Für eine optimierte Figur reicht das Training mit Über- und Unterdruck alleine nicht aus. Wenn Sie tagsüber im Pressure-Suit in die Pedale treten und abends vor dem Fernseher Chips und Schokolade naschen, wird sich der Erfolg nicht einstellen.

An einer Ernährungsumstellung kommen Sie nicht vorbei. Das heißt, nehmen Sie drei Mahlzeiten täglich mit Obst und viel Gemüse zu sich.  Nutzen Sie den Nachbrenneffekt optimal aus, indem Sie nach dem Training auf Kohlenhydrate verzichten. Stattdessen greifen Sie zu eiweißreicher Kost. Kohlenhydrate sind aber nicht tabu. Im Gegenteil, diese liefern nämlich vor dem Training Energie. Essen Sie aber nicht unmittelbar vorher. Trinken Sie über den Tag verteilt mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßten Tee.

Tipp: Essen Sie „gesunde“ Kohlenhydrate, also Lebensmittel mit Vollkornmehl statt Weißmehl. Verzichten Sie zudem auf raffinierte und gehärtete Fette, setzen Sie stattdessen ungesättigte und Omega-3-Fettsäuren auf Ihren Speiseplan.

4. Was Sie sonst noch wissen sollten: Eignung und Kosten

Die Hypoxi-Methode hat kaum Nebenwirkungen. Wer laut Arzt auf einem Ergometer trainieren darf, sollte auch eine Hypoxi-Behandlung durchführen können. Auch Krampfadern sind kein Ausschlusskriterium, weil durch das besondere Training die Durchblutung angeregt wird. Die Steigerung des Stoffwechsels und die höhere Fließgeschwindigkeit des Blutes sollen sogar die Blutgefäße entlasten.

Fragen Sie Ihren Arzt, ob Hypoxi für Sie geeignet ist, wenn Sie an Erkrankungen des Kreislaufs, der Blutgefäße sowie der Knochen und Muskeln leiden.

Nicht geeignet ist die Methode für Schwangere oder Personen, die an Infektionen, Entzündungen und allgemeinen Schmerzen leiden.

Die Preise pro Trainingseinheit liegen zwischen 30 und 40 Euro. Achten Sie auf Angebote. Oft werden in Studios günstigere Monatspauschalen angeboten.

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