Kieselsäure: Der natürliche Hautstraffer

Datum: 22. Februar 2018 • Autor: Cosmoty.de Redaktion

Kieselsäure ist ein beliebter Bestandteil in Produkten für Wellness und Beauty-Pflege. Sie stellt die Gesundheit von Haut, Haaren und Nägeln sicher. Was genau Kieselsäure ist, wie sie sich auf den Körper auswirkt und was Sie bei der Verwendung beachten müssen, erfahren Sie hier.

1. Kieselsäure enthält ein essenzielles Spurenelement

Silizium ist eines der am häufigsten vorkommenden Spurelemente der Welt. Es ist essenziell – das bedeutet, dass der menschliche Körper es zwingend zum Leben braucht, aber nicht selbst herstellen kann. Kieselsäure enthält sehr viel davon und ist daher ein beliebtes Mittel, um verschiedene Mangelerscheinungen auszugleichen.

2. Silizium kommt in vielen Körperbereichen zum Einsatz

Silizium hat eine ganze Reihe von gesunden Eigenschaften, die dem Körper guttun. Gerade mit fortschreitendem Alter steigt der Bedarf. Das Spurenelement

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Kieselsäure kräftigt die Haare und sorgt für starke, elastische Nägel.

  • fördert die Bildung von Elastin und Kollagen und sorgt so für ein festeres Bindegewebe
  • stärkt die Nägel und die Haare
  • festigt Knochen, Knorpel und Blutgefäße
  • lässt die Haut Wasser besser aufnehmen und speichern
  • regt den Hautstoffwechsel an
  • spielt eine wichtige Rolle bei der Zellerneuerung
  • wirkt antientzündlich und fördert die Wundheilung
  • hilft gegen Verdauungsbeschwerden, Blähungen und Durchfall

Entsprechend häufig verwendet man das Spurenelement bei der Herstellung von Kosmetik, Nahrungsergänzungsmitteln oder Arzneien. Diese Produkte sollen den Haarwuchs kräftigen, für starke, aber biegsame Fingernägel sorgen, Falten glätten und Cellulitis mindern. Auch das Immunsystem soll von Silizium profitieren.

Kosmetik mit Kieselsäure enthält meist noch zahlreiche andere Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl verleiht ihr einen angenehmen Duft und andere Wirkstoffe werden auf die Bestandteile abgestimmt. So pflegen und stärken die Produkte Haut und Haare.

3. Es gibt verschiedene Darreichungsformen von Kieselsäure

In Kieselerde ist besonders viel Silizium enthalten. Dieser Begriff hat im Laufe der Zeit einen Wandel erfahren: Ursprünglich meinte man damit Sedimente oder Mineralien, die einen hohen Gehalt an Silizium haben. Für die Körperpflege und im medizinischen Bereich eignet sich aber nur die aus fossilen Algen gewonnene Kieselerde, und diese ist in diesem Zusammenhang gemeint. Es gibt sie als

  • Tabletten
  • Pulver
  • Kapseln

Besser kann der Körper die Kieselsäure allerdings als Gel aufnehmen: Sie können es aufgelöst in Wasser trinken oder es äußerlich anwenden. Es hat eine leicht kühlende, beruhigende Wirkung und mildert Akne und Hautunreinheiten ab. Außerdem beschleunigt es die Heilung von Sonnenbrand, Insektenstichen und Herpes. Die Wirksamkeit und die Ungefährlichkeit von Kieselsäure ist allerdings nicht unumstritten.

3.1 Bislang gibt es kaum belastbare Studien

Dass die Anwendung von Kieselsäure für gesunde Haut, Haare und Nägel sorgt, geht vor allem auf Erfahrungswerte zurück. Studien gibt es bislang kaum zu diesem Thema. Einzig die Vorteile von Silizium auf die Haare sind belegt: Die Uniklinik in Hamburg-Eppendorf verabreichte im Jahr 2006 55 Frauen sechs Monate lang Kieselsäuregel. Danach zeigte sich, dass die Haare der Probandinnen im Schnitt um 13 Prozent dicker geworden waren.

3.2 Zu viel Kieselsäure ist ungesund

Einige Ernährungsexperten halten Kieselsäure als Nahrungsergänzungsmittel für falsch und sogar ungesund. Schließlich ist Silizium in zahlreichen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, etwa in

  • Getreide
  • Kartoffeln
  • Bohnen
  • Blumenkohl
  • Paprika
  • Petersilie
  • Rüben
  • Spinat
  • Zwiebeln
  • Bananen
  • Birnen
  • Weintrauben
  • getrockneten Datteln
  • Leitungswasser

Wer sich ausgewogen ernährt, leidet also nicht an einem Mangel. Gegenteilig kann vor allem die Einnahme von Kieselerde gesundheitsschädigend wirken: Eine auf lange Zeit angelegte Dosierung entsprechender Produkte kann zu Nieren- und Harnsteinen führen.

Besonders unschön: In einigen Kieselerdeprodukten wurden Cristobalit und Quarz festgestellt. Das sind Feinstoffe, die in der Industrie als gefährlich gelten, weil man sie einatmen kann. Sie können sich in der Lunge festsetzen und Krankheiten hervorrufen.

4. Tipps zur Verwendung von Kieselsäure

Bei brüchigen Haaren und Nägeln sollten Sie als Erstes Ihren Speiseplan anpassen. Vor allem frische oder wenig verarbeitete Lebensmittel enthalten viel Silizium und können Abhilfe schaffen. Suchen Sie auch einen Arzt auf und lassen Sie untersuchen, ob Ihre Mangelerscheinung keinen ernsthafteren Grund hat. Da die Wirkung von Kieselsäure auf ungeborene Babys nicht geklärt ist, sollten Frauen in der Schwangerschaft und in der Stillzeit von der Verwendung absehen.

Möchten Sie Kieselsäure verwenden, kann der Körper das Gel besser verarbeiten als das Pulver. Auch besteht hier nicht das Risiko, dass Sie feinen Staub einatmen und Ihre Lunge schädigen. Kieselsäure ist in vielen Kosmetika aus der Drogerie enthalten, etwa in

  • Make-up
  • Foundation
  • Masken
  • Cremes
  • Lotionen
  • Duschgel

Möchten Sie von den Vorteilen des Siliziums für Ihr Haar profitieren, können Sie etwas Kieselsäure in Ihr normales Shampoo mischen. Gleiches gilt für Ihre Tagescreme, wenn es Ihnen auf die Wirkung für die Haut ankommt.

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