Haare im Gesicht entfernen: Die besten Methoden

Datum: 04. Oktober 2018 • Autor: Cosmoty.de Redaktion

  • Schnell, aber nur kurz wirksam: Gesichtshaare mit Rasieren und Enthaarungscreme entfernen. Etwas länger hält ein Entfärben der Haare.
  • Werden Haare mit der Wurzel entfernt, wie zum Beispiel beim Wachsen oder Epilieren, hält das Ergebnis etwa drei Wochen bis fünf Wochen an.
  • Behandlungen mit Laser und IPL lassen Haare im Gesicht für Jahre verschwinden.

Härchen am Kinn, Damenbart an der Oberlippe oder Flaum auf den Wangen – nicht immer sprießen Haare dort, wo Frau sie gern hätte. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie die Gesichtsbehaarung nicht nur mit Rupfen und Zupfen wieder loswerden, sondern auch mit High-Tech und ganz natürlichen Hausmitteln.

1. Haare im Gesicht: Oft sind die Hormone schuld

Sprießen die Haare bei Frauen im Gesicht, sind oft Hormone die Auslöser. Genaugenommen männliche Hormone sogenannte Androgene. Sie stimulieren das Wachstum der Haare, machen sie kräftiger, aber auch dunkler.

Ebenso erhöhen Zyklusstörungen vor der Menopause (PCO-Syndrom) die Androgenproduktion. Nach der Menopause hingegen kann eine deutliche  Östrogenabnahme für unerwünschten Flaum im Gesicht sorgen.

Dem kräftigen Haarwuchs kann aber auch eine genetische Veranlagung zugrunde liegen – das ist oft bei südländischen Typen der Fall. Dann zeigen bereits junge Frauen eine Gesichtsbehaarung.

Gut zu wissen: Egal, für welche der aufgeführten Enthaarungsmethoden Sie sich entscheiden, pflegen Sie Ihr Gesicht anschließend mit einem hautberuhigenden Produkt.

Tipps, wie Sie Haare im Gesicht entfernen können:

2. Gesichtshaare rasieren – das müssen Sie beachten

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After Shave: Nach der Rasur braucht die Haut Pflege.

Eine unkomplizierte und schnelle Methode, um lästige Haare im Gesicht loszuwerden, ist das Rasieren – ob  trocken oder nass. Keine Sorge: Die Behaarung wird davon nicht dicker, und natürlich wachsen Haare dadurch auch nicht schneller nach.

Vorteile: Eine Rasur ist schnell, günstig, unkompliziert und nicht schmerzhaft, so lange Sie sich nicht schneiden. Es gibt Beauty Experten, die glauben, dass eine tägliche Gesichtsrasur die Haut glatter macht, weil damit auch feine Hautschüppchen abgetragen werden.

Nachteile: Sie müssen täglich ran, denn die Haare wachsen nun mal schnell wieder nach. Bei sensibler Haut sind Reizungen in Form von Rötungen und Pickeln möglich. Und manchmal sorgt hier und da ein eingewachsenes Haar für unangenehme Entzündungen.

Tipp: Mittlerweile gibt es sogar Gesichtsrasierer in Pocketgröße für unterwegs, kaum größer als ein Lippenstift.

3. Die Haare an der Wurzel packen: Waxing und Epilieren

Wenn Sie nicht täglich den Kampf mit ungeliebten Gesichtshaaren aufnehmen möchten, sollten Sie die Haare gleich mit der Wurzel entfernen.

3.1. Mit Warm- und Kaltwachs entfernen Sie Haare effektiv

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Das Waxing-Ergebnis hält ein paar Wochen.

Mit Kaltwachs aus dem Drogeriemarkt ist die Gesichtsenthaarung relativ simpel. Einfach den Kaltwachsstreifen zwischen den Händen erwärmen und dann auf die zuvor gereinigte Gesichtshaut drücken. Den Streifen samt Haaren reißen Sie dann mit einem kräftigen Ruck gegen die Haarwuchsrichtung wieder ab.

Wenn Sie das Ergebnis besonders gründlich haben möchten, empfiehlt sich Warmwachs. Die Methode ist etwas aufwändiger, da man zunächst speziellen Wachs in einem Behälter erwärmen muss. Den erhitzten Wachs tragen Sie mit einem Spachtel im Gesicht auf, anschließend pressen Sie einen Baumwollstreifen fest auf die Stelle. Ist der Wachs erkaltet, ziehen Sie den Streifen mit einem Ruck ab. Wachsreste können Sie mit Öl sanft entfernen.

  • Vorteil: Kaltwachsstreifen sind relativ günstig und schon ab drei Euro aufwärts zu haben. Die Methode können Sie selber ganz bequem  durchführen. Sie haben sofort ein haarloses Ergebnis und das für etwa drei bis fünf Wochen.
  • Nachteil: Warmwachs sollten Sie idealerweise von der Kosmetikerin auftragen lassen. Damit ist das Verfahren etwas teurer und liegt etwa zwischen zehn und 20 Euro. Und: Haare ausreißen ist unangenehm, wobei eine Warmwachs-Behandlung etwas weniger schmerzhaft ist. Bei beiden Wachs-Methoden sollten die Haare mindestens einen halben Zentimeter lang sein und sind damit für kurze und feine Härchen im Gesicht nicht geeignet.

Unter Umständen muss das Waxing wiederholt werden. Nach dem Wachsen können Rötungen und Pickelchen auftreten.

Tipp: Drücken Sie sofort nach dem Abziehen für ein paar Sekunden auf die enthaarte Stelle, das lindert den Schmerz.

3.2. Epilieren: Haare zupfen im großen Stil

Ein Epilierer verfügt über Walzen, die mit kleinen Pinzetten bestückt sind. Die rotieren automatisch und reißen so bei Hautberührung die Haare samt Wurzel raus. Praktisch sind Gesichts-Epilierer oder Geräte, die über einen kleinen Aufsatz für die Gesichtsanwendung verfügen.

Die Prozedur ist schon etwas schmerzhaft. Aber es gibt Hoffnung: Zum einen können Sie sich an die Pein gewöhnen, zum anderen lässt der Schmerz nach einigen Epilier-Behandlungen auch etwas nach.

  • Vorteil: Die Methode ist effektiv und dabei einfach durchzuführen. Die Geräte kosten zwischen 25 Euro und 80 Euro. Sie haben nach einer Behandlung circa drei bis fünf Wochen Ruhe.
  • Nachteil: Wenn Sie sehr schmerzempfindlich sind, sollten Sie sich das Epilieren gut überlegen. Gerade die Entfernung eines Damenbarts ist eine Herausforderung, da an der Lippe viele Nerven sitzen.

4. Zupfen mit Pinzette, Spirale oder Faden

Feine Haare im Gesicht entfernen Faden Flaum Damenbart

Die Fadentechnik ist für feine Haare im Gesicht geeignet.

Stören Sie nur vereinzelte Härchen, dann können Sie auch zur Pinzette greifen. Zupfen Sie die Haare einfach mit einer schnellen Bewegung aus.

Eine immer beliebtere Methode, die ursprünglich aus dem Orient kommt, ist die Fadentechnik. Dabei nutzt die Kosmetikerin einen zur Schlinge geformten Faden, mit dem sie Haare schnell rausreißt. Die Technik ist hervorragend für eine Enthaarung am Kinn oder an den Wangen geeignet, der Anwender benötigt jedoch Erfahrungen im Umgang mit dem Faden.

Gerade feine Haare im Gesicht lassen sich gut mit einer speziellen Spirale entfernen. Hierbei handelt es sich um eine biegsame Spirale mit schmalen Schlitzen, die einfach über die Gesichtshaut gerollt wird.  Dabei bleiben die Härchen in den Schlitzen hängen und werden so mit der Wurzel rausgezogen.

  • Vorteil: Allen Techniken ist gemein, dass sie die Haare mit der Wurzel entfernen. Das heißt, Sie können sich über ein paar haarlose Wochen freuen. Die Haarentfernungsspiralen gibt es in verschiedenen Varianten und kostet etwa zwischen vier und 35 Euro.
  • Nachteil: Es kann ziepen. Doch der Schmerz hält sich in Grenzen, da immer nur wenige Haare entfernt werden.

5. Auflösen, aufhellen, ausdünnen: Creme contra Haarwuchs

Cremes versprechen eine schmerzfreie Haarentfernung. Es gibt Enthaarungscremes speziell für die sensible Gesichtshaut. Sie wird mit einem Spachtel auf die Haare aufgetragen, und nach der Einwirkzeit gegen die Wuchsrichtung wieder abgeschabt. Die Inhaltsstoffe wirken jedoch nicht an der Wurzel, denn es wird nur das Kreatin in den sichtbaren Haaren aufgelöst.

Eine Creme mit dem Wirkstoff Eflornithin hemmt das nach Nachwachsen der Haare direkt an der Wurzel. Bei konsequent regelmäßiger Anwendung kann das Haarwachstum sogar komplett eingestellt werden. Das Produkt ist in Deutschland rezeptpflichtig.

Bleichen ist streng genommen keine Enthaarung. Aber da helle Haare deutlich weniger auffallen, ist das Entfärben gerade bei kürzeren und feinen Haaren eine Alternative zum Entfernen. Im Handel gibt es fertige Bleichcremes für das Gesicht, sie enthalten eine Wasserstoffperoxid-Mischung. Das aufhellende Ergebnis hält circa zwei Wochen an.

  • Vorteil: Cremes zum Enthaaren und Bleichen sind relativ günstig. Die Wirkung tritt sofort ein.
  • Nachteil: Alle Behandlungen enthalten Wirkstoffe, die bei sensiblen Menschen Allergien auslösen können. Testen Sie die Cremes daher vorher auf Ihrer Haut an einer nicht sichtbaren Stelle.

Enthaarungscremes wirken nur ein paar Tage, dann sind wieder Haare sichtbar.

Die rezeptpflichtige Creme müssen Sie über einige Wochen konsequent zweimal täglich anwenden, auch bei Erfolg ist eine einmal tägliche Behandlung weiterhin notwendig. Die Kosten für eine Tube liegen bei circa 50 Euro bis 60 Euro.

6. Laser und IPL – dauerhaft Gesichtshaare entfernen

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Lasern lässt Haare für Jahre verschwinden.

Kein Haarwuchs und das für die nächsten Jahre: Mit dem Laser lassen sich Gesichtshaare dauerhaft entfernen. Das gebündelte Licht dringt in die obere Hautschicht ein. Dort wandelt das dunkle Farbpigment Melanin die Energie in Wärme um und leitet diese bis zur Haarwurzel weiter, die infolgedessen verödet wird.

Im Prinzip funktioniert so auch die IPL-Behandlung. IPL steht für „Intense Pulsed Light“. Allerdings lassen sich mit diesem Verfahren größere Bereiche behandeln als mit dem Laser.

  • Vorteil: Sie haben für einige Jahre das Problem der Haarentfernung gelöst. Die Techniken sind dauerhaft, aber nicht permanent. Es ist möglich, dass nach einiger Zeit wieder Härchen sprießen.
  • Nachteil: Beide Verfahren sind nur für die Entfernung dunkler Haare geeignet. Blonde oder graue Haare verfügen über zu wenig Melanin, der Prozess des Verödens funktioniert hier nicht.

Für die dauerhafte Entfernung eines Damenbarts sind etwa fünf bis acht Sitzungen notwendig. Jede Sitzung dauert circa 10 Minuten. Pro Behandlung müssen Sie mit Kosten zwischen 20 und 25 Euro kalkulieren.  Zwischen den Behandlungsterminen sollten Pausen von mindestens vier Wochen liegen, damit sich Ihre Haut erholen kann.

7. Haarwuchs mit Hausmitteln bekämpfen

Es muss nicht immer die chemische Keule sein, lästige Haare im Gesicht können auch mit Hausmitteln entfernt werden:

Sugaring selbst gemacht: Die Methode ist eigentlich eine Variante des Waxings. Hierfür müssen Sie 200 Gramm Zucker und Molasse mit dem Saft einer halben Zitrone vermischen und erhitzen, bis sich der Zucker auflöst. Die etwas abgekühlte Masse wird auf die Haare gestrichen und mit einem aufgedrückten Tuchstreifen ruckartig wieder abgerissen – samt Haaren.

Auch natürliche Masken sollen Haarwuchs hemmen: Für die Zucker-Zitronenmaske vermischen Sie 2 EL Zucker, 10 EL Wasser und 2 EL Zitronensaft. Das Gemisch tragen Sie auf die behaarten Stellen in Haarwuchsrichtung auf. Nach 20 Minuten abspülen, und die Prozedur dreimal wöchentlich wiederholen, bis ein Ergebnis sichtbar ist. Bei der Honig-Zitronen-Maske verfahren Sie genauso, nur die Inhaltsstoffe ändern sich.  Sie verrühren: 2 EL Zitronensaft, 2 EL Honig und 1 EL Bio-Haferflocken.

Tipp: Auch nach regelmäßigen Behandlungen mit Zitrone, Essig oder Kartoffelsaft hellen Haare nach und nach auf – ganz ohne Wasserstoffperoxid.

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