Vaporizer: Ist die Alternative besser als Zigaretten?

Datum: 14. Juni 2022 • Autor: Cosmoty.de Redaktion

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Beim Rauchen verbrennen Tabak, Kräuter und andere Substanzen. Die Verbrennung oder Verkohlung setzt ungesunde Substanzen frei, zum Beispiel Teer, Stickstoffmonoxid oder Formaldehyd. Diese Nebenprodukte reizen Mund, Atemwege und Lungen. Zudem verbrennen auch die Wirkstoffe der Substanzen. Es ist nicht sehr wirksam, Kräuter zu rauchen.

Vaporizer hingegen erhitzen die Substanzen nur und erzeugen einen Heißluftstrom, mit dem sie die Wirkstoffe aus dem Pflanzenmaterial extrahieren. Da nichts verbrennt, entsteht auch keine Asche. Die Substanzen verlieren lediglich Farbe und Aroma. Der Vaporizer lässt sich anschließend leicht reinigen. Vaporizer sind aus mehreren Gründen sehr beliebt, um beispielsweise Kräuter oder Cannabis zu konsumieren. Noch einfacher und sauberer ist die Verwendung von Liquids und Konzentraten in Form von Öl oder Wachs.

1. Vor- und Nachteile: Was spricht für das Verdampfen?

Verdampfen ist sicherer und sauberer als das Rauchen einer Zigarette. Im Dampf sind keine Verbrennungsrückstände und damit weniger Reizstoffe und weniger Stoffe, die die Gesundheit gefährden. Je nach pflanzlichem Material oder Liquid, das im Vaporizer konsumiert wird, geht der Gehalt an Schadstoffen sogar gegen null.

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Vaporizer gibt es in unterschiedlichen Größen.

Das Verbrennen setzt die Wirkstoffe in einem Kraut auf einmal frei. Mit einem Vaporizer kann der Nutzer die Freisetzung dosieren und so die Wirksamkeit der verdampften Substanz wesentlich erhöhen.

Es ist nicht nur weniger gefährlich, um eine Substanz zu genießen. Spezielle Kräuterlösungen, die auf die Vaporizer abgestimmt sind, bieten eine höhere Wirkstoffkonzentration und viel mehr Aroma als das Verbrennen.

Für das Verdampfen von CBD-Öl gibt es spezielle Vape-Patronen, die sich einfach in den CBD-Vaporizer einschrauben lassen. Im Dampf, der nur durch Erhitzen entsteht, entwickelt sich ein reiner und angenehmer Geschmack. Viele schädliche Dämpfe, die beim Verbrennen entstehen, kommen gar nicht erst auf.

Trotz aller vermeintlichen Vorteile sind auch Vaporizer nicht gesund für unseren Körper. Durch Vapen statt Rauchen kann das Krebsrisiko bis zu 99,9 % runter gehen, dennoch ist der Körper anfälliger für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Im Folgenden listen wir Ihnen die Risiken auf, die dennoch bestehen:

  • Langzeitiger Konsum kann zu typischen Lungenkrankheiten führen, z.B. COPD, Asthma bronchiale oder chronische Bronchitis.
  • Erhöhter Herzschlag, Arterien können sich versteifen, Blutgerinnungsprozesse können gehemmt werden.
  • Herzinfarktrisiko steigt um 56 %.
  • Risiko für koronare Herzerkrankungen steigt um 10 %.
  • Blutgerinnsel steigt um 44 %.
  • Schlaganfallrisiko steigt um 30 %.

2. Was ist alles verdampfbar?

Verdampfen ist sehr trendy, insbesondere unterwegs. Es ist möglich, viele verschiedene Substanzen zu verdampfen, was den Vaporizer sehr flexibel macht. 

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Verschiedene Kräuter können für den Vaporizer eingesetzt werden.

Trockene Kräuter eignen sich hervorragend dafür, nicht nur Cannabis. Sie bieten ein angenehmes Aroma und lassen sich zur Aromatherapie verwenden.

Neben Cannabis gibt es noch andere Kräuter mit – wenn auch leichtem – psychoaktiven Effekt, wie beispielsweise die Blaue Lotusblüte, Aztekensalbei, Lebermoos oder Muskatnuss.

Aber auch andere Pflanzen haben nicht nur ein angenehmes Aroma, wie beispielsweise Lavendel oder Kiefernbäume. Die enthaltenen ätherischen Öle beeinflussen das Wohlbefinden und sogar die Gesundheit. Lavendel wirkt beispielsweise sehr beruhigend und fördert den Schlaf. Auch ätherisches Öl aus Jasmin, Melisse, Rosmarin, Kamille, Thymian oder Rose ist nicht nur wegen des angenehmen Dufts so beliebt, sondern auch wegen der positiven Wirkung auf Körper und Geist.

CBD-Öl wird ohne psychoaktive Substanzen hergestellt, der psychoaktive Stoff THC darf nur bis zu 0,2 % im Produkt vorhanden sein, damit es legal erworben werden kann. Ein höherer Gehalt fällt in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz. Dennoch kann CBD-Öl im Vaporizer geraucht werden, die Wirkung wird als beruhigend und entspannend beschrieben. Vor allem bei Ängsten und Schmerzen hilft CBD-Öl, auch wenn Sie es nicht vapen.

Mit einem Vaporizer lassen sich die wirksamen Komponenten dieser Heilkräuter herauslösen und inhalieren. Der eingeatmete Dampf wirkt direkt. Die Kräuter so zu konsumieren, ist viel wirksamer und gesünder als sie zu rauchen.

3. Gibt es verschiedene Arten von Vaporizern?

Die meisten Vaporizer sind mit Strom betrieben. Es gibt elektrische und mechanische Vaporizer.

Art des Vaporizers Funktionsweise
Mechanische Vaporizer
  • Erhitzen die Substanzen mit einer Jetflamme
  • Dazu verwenden die Geräte hauptsächlich die sogenannte Bi-Metall-Technik
  • Damit lässt sich die Temperatur gut einstellen, um die verschiedenen Substanzen bei der richtigen Temperatur zu verdampfen
Elektrische Vaporizer
  • Haben entweder die Bi-Metall-Technik oder sie verfügen über eine digitale Temperatursteuerung
  • Manche sind auch gar nicht regelbar
  • Die Heizelemente im Inneren bestehen entweder aus Edelstahl, Widerstandsdrähten, Keramik, Stahl oder Metall
  • Neben Netzanschluss sind auch Akkus eine geeignete Energiequelle. Andere funktionieren mit Butangas

Taschen-Vaporizer lassen sich überall mit hinnehmen und sind praktisch für unterwegs. Tisch-Vaporizer sind größer und eignen sich gut, wenn mehrere Personen sie verwenden wollen.

4. Worauf ist beim Kauf eines Vaporizers zu achten?

Bevor Sie sich einen Vaporizer kaufen, sollten Sie sich im Klaren darüber sein, welche Kriterien wichtig sind. In der Redaktion haben wir Ihnen hier eine Liste mit Kaufkriterien zusammengestellt, die Sie beachten sollten:

  • Fassungsvermögen: Der Vaporizer muss das richtige Fassungsvermögen haben. Dazu ist es wichtig, sich schon vor dem Kauf zu überlegen, wie viele Personen den Vaporizer benutzen werden. Je nach Größe der Füllkammern sind die Geräte für mehr oder weniger Personen geeignet.
  • Einfachheit der Reinigung: Die typischen Verdampfer lassen sich in der Regel leicht reinigen. Wichtig ist, dass sich das Gerät leicht auseinandernehmen und wieder zusammenbauen lässt. Das ist notwendig, um wirklich alle Einzelteile gründlich reinigen zu können. Für die Reinigung sollte das notwendige Zubehör dabei sein, wie Reinigungsbürste und eventuell auch Reinigungsschale.

    vaporizer-glaskammer

    Die Glaskammer ist ein wichtiges Kaufkriterium.

  • Substanzen: Überlegen Sie vorher, welche Substanzen Sie verdampfen wollen. Mit einem sogenannten Hybrid-Vaporizer ist der User nicht auf eine Art von Substanzen festgelegt. Sie sind für Öle, Kräuter, Wachse oder Harz gleichermaßen geeignet.
  • Material: Damit ein Vaporizer über längere Zeit nutzbar ist, ist die entsprechende Qualität wichtig. Dazu gehört die Fertigung aus hochwertigem Material.
  • Die Heizkammer: Darin befinden sich die Kräuter und Öle zum Erhitzen, was die Aromen freisetzt. Am besten ist eine Heizkammer aus Glas. Damit kann der User die Dampfentwicklung beobachten und sofort erkennen, wenn die Dampfmenge nicht mehr ausreichend ist.
  • Display: Moderne Vaporizer haben ein hochwertiges Display, um die Temperatur besser zu kontrollieren. Bei vielen Modellen mit Display lässt sich die Temperatur sehr genau einstellen. Zudem zeigt das Display den Akkustand an.
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