Sternanis – der gesunde Achtzack

Datum: 22. Februar 2018 • Autor: Cosmoty.de Redaktion

Sternanis ist eine kleine, achtzackige Frucht. Diese kann auch für Beauty und Pflege der Gesundheit Verwendung finden. Wir verraten, was das Gewürz gesund macht und wie Sie es einsetzen können.

1. Der Echte Sternanis hat achteckige Früchte

sternanis in einer schale

Sternanis lässt sich leicht durch die markante Form erkennen.

Der Echte Sternanis gehört zu der Familie der Sternanisgewächse, der er seinen Namen gab. Die Pflanze ist ein immergrüner Baum, der bis zu 20 Meter hoch wird. Er trägt tiefrote Blüten, die sich dann zu rötlich braunen Früchten entwickeln und wie ein achteckiger Stern aussehen. In ihren acht Taschen befinden sich die Samen.

Der Sternanisbaum wächst bevorzugt in tropischen Gebieten. Vor allem im südlichen China und Nordvietnam siedelte er sich an. Schon vor 3.000 Jahren wurde er in China zu Heilzwecken verwendet. In Japan gilt er sogar als heilig: Hier ist er vor einigen Tempeln zu finden.

Nach Europa gelangte die Pflanze durch Marco Polo im Jahr 1275. Seine Popularität setzte jedoch erst 300 Jahre später ein. wahr.  In Deutschland ist er sogar erst seit Ende des 18. Jahrhunderts verwendet.

2. Das Gewürz fördert die Gesundheit

Das Gewürz gilt als gesund. Grund dafür ist das ätherische Öl, welches in den Wänden der Frucht steckt. Auch die getrockneten Früchte enthalten noch das Sternanis-Öl Anethol.

Dieses hat eine krampflösende und schleimlösende Wirkung. Deswegen hilft es einerseits bei Verdauungsbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen. Andererseits kann man es bei Husten, Halsschmerzen oder Bronchitis anwenden.

Die antibakteriellen Eigenschaften kommen zum Beispiel im Tee zur Geltung. Im Supermarkt kann man die Frucht der Pflanze in den Regalen der Bio-Produkte getrocknet, gemahlen oder in Kapseln finden. Die Frucht ist auch ein beliebtes Gewürz, welches in Deutschland vor allem zur Weihnachtszeit verwendet wird.

Tipps: Der Geschmack kann dabei bitter sein. Achten Sie auf die Dosierung.

Weitere Möglichkeiten der Anwendung bestehen bei Hexenschuss, Ischias oder Juckreiz. Sternanis-Öl kann auch Zahnschmerzen behandeln.

3. Der Duft ähnelt Lakritz

Der Duft der Pflanze ist sehr speziell und durchaus wiedererkennbar. Er ähnelt dem des Anis‘, weshalb die Pflanze wahrscheinlich auch diesen Namen trägt, da sie biologisch keine Gemeinsamkeiten haben. Der starke Geruch der Gewürze erinnert an Lakritz.

Der Duft bringt viele Vorteile mit sich. Deswegen wird die Frucht auch in Aromatherapien verwendet. Hier wirkt er schlaffördernd, entspannend und anregend.

Auch in Parfum kommt er zum Einsatz. Der süßliche Geruch findet sich vor allen in schweren Düften wieder. Hier passt er in der Herstellung vor allem gut mit Gräsern oder Tabaknoten zusammen.

Sowohl in Düften für Herren als auch für Damen wird Sternanis verwendet. Auch Artikel für Kosmetik zur Körperpflege und Wellness aus der Drogerie können Sternanis enthalten.

4. Anis ist nicht dasselbe

Sternanis und aetherisches oel auf dem Tisch

Sternanis unterscheidet sich beispielsweise im Aussehen von Anis.

Anis und Sternanis werden öfter verwechselt. Eigentlich gleichen sie sich jedoch nur ein wenig dem Namen nach, denn sie gehören nicht der gleichen Pflanzenfamilie an. Während Sternanis zu den Sternanisgewächsen gehört, reiht sich Anis in die Familie der Doldenblüter ein.

Weiterhin wird von Sternanis die ganze Frucht mit Taschen und Samen verwendet. Deswegen findet man auch den achtzackigen Stern in den Gewürzregalen vor. Bei Anis ist dies jedoch nur der Samen. Außerdem duftet das zackige Pendant intensiver und würziger als der Namensvetter. Anisöl findet dagegen eher bei den stark süßlichen Düften Verwendung.

5. Japanischer Sternanis ist giftig

Neben dem Echten Sternanis gibt es auch noch den Japanischen Sternanis. Dessen Früchte sind ein wenig kleiner und er riecht weniger stark.

Auch wenn die japanische Variante als Räucherwerk benutzt wird, ist er stark giftig. Deshalb darf man ihn nicht innerlich zu sich nehmen. Dann kann er Leber, Niere und Blase dauerhaft schädigen.

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