Sonnenschutz für die Haare: Tipps für eine gesunde Mähne

Datum: 16. April 2019 • Autor: Cosmoty.de Redaktion

Junge Frau sitzt am Strand
  • Nicht nur die Haut, auch die Haare müssen vor der Sonne geschützt werden. UV-Strahlen greifen die äußere Lipidschicht der Haare an, das macht sie trocken und brüchig.
  • Salzwasser, Chlor, Sand und Wind belasten die Haare zusätzlich: Diese Faktoren rauen die Haarfasern auf, entziehen ihnen Feuchtigkeit und Farbpigmente.
  • Spezielle Schutz- und Pflegeprodukte sowie After Sun Care bewahren die Haare vor Schäden und regenerieren sie.

Ungeschützt in der Sonne – das ist ein No-Go. Sicher cremen Sie fleißig, um Ihre Haut  vor UV-Schäden zu bewahren. Aber wie schützen Sie Ihre Haare? Unser Mähne reagiert auf Sonnenstrahlen zwar nicht mit Rötungen und Entzündungen, dafür aber mit geschädigten Haarfasern. Das Haar wird  brüchig und trocken, Spliss hat dann leichtes Spiel. Wir klären Sie auf, warum Sonnenschutz für die Haare so wichtig ist, welche speziellen Produkte es hierfür gibt und geben Ihnen Tipps, wie Ihre Haare trotz Sonne, Chlor- und Salzwasser gesund bleiben.

1. Sonne, Strand und Meer: Strapazen für Ihr Haar

Eine Frau steht am Meer und der Wind weht durch ihre Haare

Schützen Sie Haut und Haare vor UV-Strahlen.

Auch wenn Sie Sonnenstrahlen und warme Temperaturen genießen, Ihre Haare sind davon gestresst. Denn die UV-Strahlen greifen die äußere Lipidschicht der Haarfasern an, diese Schicht soll sie eigentlich vor schädlichen Einflüssen schützen. Die zerstörte Lipidschicht kann keine Feuchtigkeit mehr in der Haarfaser speichern, die Folge sind trockene, brüchige Haare. Geschädigtes Haar kann sich nicht selbst regenerieren, daher ist es wichtig, dass Sie es vor Umwelteinflüssen schützen.

Auch für die Haarfarbe sind UV-Strahlen eine Belastung, denn diese entziehen dem Haar Farbpigmente und bleichen es aus.  Das mag auf den ersten Blick ganz hübsch aussehen, und Beach-Blond ist ja gerade sehr angesagt, aber es strapaziert den Schopf doch sehr. Bei so einer angegriffenen Mähne ist Spliss dann nur noch eine Frage der Zeit. Vor allem blondiertes, graues oder weißes Haar ist betroffen, da hier bereits Pigmente fehlen oder künstlich entzogen wurden.

Im Urlaub sind die Sonnenstrahlen aber nicht die einzigen Stressfaktoren für Ihre Haare. Auch der Sprung ins Meer, setzt ihnen zu, wenn Sie das Salzwasser nicht umgehend ausspülen.  Lassen Sie die Haare dann an der Luft trocknen, bleibt kristallisiertes Salz zurück. Das hat zwei Folgen: Zum einen verstärken die Kristalle die Wirkung der UV-Strahlen, zum anderen entzieht das Salz den Haaren Fett und Feuchtigkeit.

1.1 Kupfer färbt blondierte Haare grün

Wenn Sie nicht im Meer, sondern im Pool plantschen, tun Sie Ihren Haaren auch nicht unbedingt einen Gefallen, denn das enthaltene Chlor entzieht ihnen Feuchtigkeit. Blondierte Haare können sich sogar grün verfärben. Doch nicht die Chlorbleiche ist schuld daran, obwohl sich die These „Grünstich vom Chlor“ hartnäckig hält, sondern Kupferverbindungen.

Kupfersulfat wird häufig ins Poolwasser gegeben, um die Bildung und Ausbreitung von Algen im Becken zu verhindern. Während die Algen davon zuverlässig absterben, ist das Kupfer für den Menschen ungefährlich. Aber: Die Kupferionen reagieren mit der Aminosäure des Haarkeratins, und das wiederum kann zu einer grünlichen Verfärbung der Mähne führen. Davon sind übrigens alle Haarfarben betroffen, aber nur bei blonden Haaren ist dieser Prozess sichtbar.

Tipp: Sollten Kupferionen im Poolwasser Ihre Haare grün färben, lösen Sie drei Aspirintabletten in einem halben Liter Wasser auf. Spülen Sie damit Ihre Haare gründlich aus.  Die in der Tablette enthaltende Acetylsalicylsäure und Ascorbinsäure können die grün schimmernden Rückstände entfernen oder zumindest abmildern.

1.2 Wind und Sand beanspruchen das Haar zusätzlich

Starker Wind trocknet die Mähne ebenfalls aus, und auch Sand ist keine Freude für Ihren Schopf. Er hat nicht nur einen Peeling-Effekt auf die Haut, sondern auch auf den Haaren und raut sie zusätzlich auf.

Gut zu wissen: Auch die Kopfhaut mag keine Sonne im Übermaß. Gerade bei lichtem Haarwuchs, oder am Scheitel, kann sich schnell ein Sonnenbrand bilden.

2. Sonnenschutz für die Haare dank Haarpflegeprodukten

Frau sitzt mit Sonnenhut und Sonnenbrille am Strand

Ein Sonnenhut sieht schick aus – und bietet Sonnenschutz für Haare und Kopfhaut.

Wenn Sie im Drogeriemarkt nach Sonnencreme und Co suchen, werden Sie auch zahlreiche Sonnenschutz-Produkte für die Haare finden. Die Beauty-Industrie hat den Bedarf schon vor Jahren erkannt und entsprechend reagiert. Die Produkte werden immer effektiver. So können Sie zum Beispiel mit einem Spray, die Haare während dem Sonnenbad schützen. Es enthält einen UV-Filter, genauso wie spezielle Shampoos, Spülungen und Stylingsprays.

Sonnenstrapaziertes Haar benötigt aber nicht nur Schutz, sondern auch eine besondere Pflege. Auch hier haben Sie die Qual der Wahl. Die Produktpalette deckt alles ab, was Sie auch von der klassischen Haarpflege kennen.

Zusätzlich können Sie Ihre Haare mit After Sun Produkten verwöhnen, zum Beispiel mit einer Maske oder Leave-in-Kur. Diese Produkte schenken Ihrer Mähne Feuchtigkeit und sorgen dafür, dass sie wieder geschmeidig wird. Sie schenken dem gestressten Haar zudem wieder einen gesunden Glanz. Spitzenfluids bieten Schutz vor Spliss und ergänzen das haarige Pflegeprogramm.

Wenn Sie die Sonne meiden, aber eine Wasserratte sind, können Sie ein spezielles Shampoo verwenden, dass Salz- und Chlorrückstände aus dem Haar zieht.

Tipp: Wenn Sie Ihr Haar colorieren, sollten Sie den ganzen Sommer über Haarpflege-Produkte für gefärbtes Haar verwenden. Diese enthalten einen Farbschutz. Nehmen Sie keine Shampoos mit Sulfaten, diese entziehen dem Haar Farbpigmente.

3. Tipps: So schützen Sie Ihre Haare

Beim Sonnenschutz für Haare gibt es Dos and Don’ts, die es zu beachten gilt.

Was Sie tun sollten:

  • Um Ihre Haare nicht noch mit Salz, Chlor und Kupfer zu belasten, sollten Sie diese sofort nach einem Bad im Meer oder Pool gründlich ausspülen. Nicht an jedem Strand gibt es Duschen, als Ersatz bietet sich eine Flasche mit Leitungswasser an.
  • Verwenden Sie Haarprodukte mit UV-Filter. Nach dem Plantschen im Wasser sollten Sie den Sonnenschutz mit einem speziellen UV-Spray wieder auffrischen. Wenn Sie das Spray vergessen, können Sie improvisieren: Nehmen Sie stattdessen klassische Sonnencreme.
  • Bieten Sie der Sonne wenig Angriffsfläche. Wenn Sie langes Haar haben, binden Sie es locker mit einem Band oder weichen Gummi zusammen.
  • Funktioniert bei allen Haarlängen: Verwenden Sie reichlich Öl für einen schicken Wet-Look, es schützt Ihre Haare und pflegt es zugleich. Sie können spezielles Haaröl verwenden oder auch natürliches Öl, wie zum Beispiel Kokosöl. Übrigens funktioniert das auch hervorragend mit einer Haarmaske oder –kur.
  • Tragen Sie ein Tuch oder einen Sonnenhut, das sieht schick aus und schützt nicht nur Ihre Haare, sondern auch Ihre Kopfhaut.
  • Machen Sie Ihr Haar vor dem Schwimmen mit Leitungswasser nass, so nimmt es weniger Salz und Chlor auf. Eine weniger stylische, aber effektive  Alternative: die gute alte Badekappe.
  • Regenerieren Sie Ihr Haar nach einem Sonnentag. Eine spezielle Haarpflege kann sogar eine angegriffene Keratinstruktur kitten.

Was Sie nicht tun sollten:

  • Färben Sie Ihre Haare nicht unmittelbar vor Ihrem Sommerurlaub. Das belastet diese nicht nur zusätzlich, sondern kann auch die Farbe beeinflussen.
  • Verzichten Sie auf Styling mit großer Hitze, ob Glätteisen oder Lockenstab, dabei kann sonnenstrapaziertes Haar besonders schnell abbrechen. Föhnen Sie den Schopf mit geringer Wärmezufuhr.
  • Verwenden Sie keine Haarspangen, -bänder oder -accessoires mit Metall. Das Metall heizt sich auf und schädigt das Haar.
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